Bewerbungstipps vom Personaler

Gesundheits- und Krankenpfleger/in – ein Beruf mit Zukunft

Die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege ist ein Beruf mit Zukunft, der viele Perspektiven bietet. Der sogenannte „Mangelberuf“ hat einen zunehmenden Mitarbeiterbedarf und bietet Berufseinsteigern daher in den nächsten Jahrzehnten viele Möglichkeiten an Fachweiterbildungen sowie an aufbauenden Studiengängen. Das Klinikum Peine vermittelt Dir breit gefächerte Handlungskompetenzen für eine moderne Patientenversorgung in Kliniken, Gesundheitszentren und Arztpraxen.

Das Klinikum Peine sichert die stationäre medizinische Versorgung der Menschen im Peiner Land und darüber hinaus. Medizinische und pflegerische Versorgung auf hohem Niveau und in familiärer Atmosphäre werden täglich in dem Klinikbetrieb umgesetzt und spürbar gelebt.

Du möchtest Menschen helfen, gesund zu werden und zu bleiben? Dann starte Deine  berufliche Zukunft bei uns.

An der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (GKP) werden drei verschiedene je dreijährige Ausbildungen angeboten. 60 Plätze als Gesundheits- und Krankenpfleger/in stehen zur Verfügung. Die Auszubildenden absolvieren  in der Schule und im Klinikum Peine Theorie und Praxis. Zudem werden neun Ausbildungsplätze als Medizinische/r Fachangestellte/r sowie Operationstechnische/r Assistent/in angeboten. Der praktische Teil der Ausbildung erfolgt im Klinikum Peine, während der theoretische Unterricht an den Berufsbildenden Schulen des Landkreises Peine stattfindet.

Fünf Bewerbungstipps vom Profi

Die Schulleiterin Friederike Jürgens-Hermsdorf (Leiterin Schwestern Schule am Klinikum Peine) hat Tipps für Deine Bewerbung parat, damit Du Deine Schwerpunkte, Talente und Fähigkeiten ins richtige Licht rücken kannst.

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Friederike Jürgens-Hermsdorf ist seit 1993 Leiterin der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (GKP) der AKH Gruppe des Klinikum Peine.

Sie beendete 1978 ihre Ausbildung als Krankenschwester – so hieß es damals noch – und arbeitete anschließend in verschiedenen Kliniken und Fachabteilungen. So war sie zum Beispiel in der Fachabteilung für Innere Medizin u. a. mit dem Schwerpunkt Hämophilie tätig sowie auf der Neurochirurgischen Intensiv- und Wachstation. Sie absolvierte eine Weiterbildung zur Lehrerin für Pflegeberufe, anschließend als Lehrerin in Krankenpflege- und Altenpflege.

Bist Du neugierig geworden und möchtest Dich bewerben?

Friederike Jürgens-Hermsdorf: Du benötigst einen Realschulabschluss oder Sek. I-Abschluss sowie die gesundheitliche Eignung. Unterkünfte – ca. 20 Quadratmeter große Zimmer – stehen zur Miete im Wohnheim zu Verfügung. Die Ausbildungsvergütung erfolgt nach Tarif. Online-Bewerbungen sind möglich, doch bedenke, sie benötigen genauso viel Sorgfalt wie auf dem Papier.

Passt Du zu uns?

Friederike Jürgens-Hermsdorf: Ja, wenn Du Menschen helfen möchtest, motiviert für sie da sein kannst, dafür die nötige Auffassungsgabe und das Einfühlungsvermögen mitbringst sowie kommunikativ im Dialog bist. Wer sich in soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter zurückzieht und dort lieber in Kurzsätzen kommuniziert, ist bei uns fehl am Platz. Teamplayer, die Geduld und Lernbereitschaft mitbringen, sind bei uns gern gesehene Auszubildende.

Empfiehlt sich vor der Ausbildung ein Praktikum

Friederike Jürgens-Hermsdorf: Ein Praktikum kann hilfreich sein, um zu erfahren, ob Deine Berufswahl stimmig ist. Das Pflegepraktikum kannst Du im Klinikum Peine absolvieren. Du erfährst dabei, ob Du Dich flexibel auf neue Situationen einstellen kannst und wie Du auf veränderte Krankheitsbilder, Patienten-Emotionen und Notfallsituationen reagierst und damit umgehst.

Was macht Deinen persönlichen Eindruck aus?

Friederike Jürgens-Hermsdorf: Sieh so aus, wie es zum Beruf passt. Ein gepflegtes Äußeres ist ein Muss. Nur wenn Du selbst gepflegt bist, weder verschwitzt noch mit ungepflegten Haaren erscheinst, überzeugst du uns, dass Du andere Menschen sorgfältig pflegen kannst. Deine Kleidung muss sauber sein, Anzug oder Kostüm wirken bei einem Vorstellungsgespräch in unserer Berufsgruppe eher verkleidet – darin pflegst Du keine Patienten.

Dein Vorstellungsgespräch – denk positiv!

Friederike Jürgens-Hermsdorf: Halte Blickkontakt, dass wirkt offen. Lächele freundlich und denke daran, dein Handy auszuschalten. Sei motiviert, wir wollen Deine Auffassungsgabe erkennen, erfahren, wie Du ein Gespräch weiterentwickelst. Das ist später auch wichtig, wenn Du Texte lesen und verstehen musst oder eine Patientendokumentation anlegen sollst. Dass Du der deutschen Sprache mächtig bist, ist dabei auch bedeutsam.

Sprich über Deine Stärken, Interessen und Fähigkeiten. Lass Dich auf uns ein, denn Du musst später auch auf Deine Patienten eingehen.  Lass einfließen, dass Du Dich für einen Beruf mit Zukunft entscheidest, der Dir viele Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung sowie eines anschließenden Studiums bieten kann – in Pflegewirtschaft, Pflegepädagogik oder Pflegemanagement. Das Erkennen und Erfassen der Bedürfnisse der Patienten aller Altersgruppen und das Umsetzen ihrer Pflege darf kein Problem für Dich sein.

Zeig uns, was Du kannst – es lohnt sich!

Die Schülerinnen lernen auch Theorie eigenständig und problemorientiert.

Die Schülerinnen lernen auch Theorie eigenständig und problemorientiert.

 

Interview und Fotos: Birthe Kußroll-Ihle