Alltags- und Demenzbetreuer/in


Alltags- und Demenzbetreuer

Ausbildung zum/zur Alltags- und Demenzbetreuer/in

Denken wir an Pflege- oder Altersheime oder auch an häusliche Pflege, denken wir vor allem an Krankenschwestern oder medizinische Pflegekräfte. Alltagsbetreuer dagegen ist den wenigsten ein Begriff, obwohl sie sowohl in der häuslichen Pflege als auch in Pflegeheimen eine große Unterstützung für die Angehörigen und das Personal darstellen. Vor allem in Einrichtungen kommen Alltagsbetreuer in erster Linie in den Gebieten zum Einsatz, in denen Krankenpflegern die Zeit fehlt – sie beschäftigen sich mit den Bewohnern, gehen ihnen bei Alltagssituationen zur Hand und geben Patienten in erster Linie ein vertrautes und sicheres Umfeld.

In der häuslichen Pflege gehst Du als Alltags- und Demenzbetreuer vor allem den Angehörigen zur Hand und sorgst damit sowohl für die körperliche als auch emotionale Entlastung. Du übernimmst anfallende Aufgaben und gibst Hilfe bei der Ernährung, dem Haushalt, dem Alltag und der Körperpflege.

Schon gewusst?

  • Seit 2015 hat jede pflegebedürftige Person einen Anspruch auf einen Alltagsbetreuer.
  • Die Ausbildung zum/zur Alltags- und Demenzbetreuer/in besteht zu gleichen Teilen aus praktischen und theoretischen Lerninhalten. Auch Umschulungen zum/zur Alltags- und Demenzbetreuer/in sind möglich.
  • Oftmals können einfache Übungen wie Gedächtnistraining oder Biografiearbeit die Krankheitszeichen einer Demenz positiv beeinflussen.

Du eignest Dich für eine Ausbildung zum/zur Alltags- und Demenzbetreuer/in, wenn …

  • Du gut auf Menschen eingehen kannst.
  • Du geduldig und empathisch gegenüber Deinen Mitmenschen bist.
  • Du Dich auch vor körperlicher Arbeit nicht scheust.

Der Beruf des/der Alltag- und Demenzbetreuers/in ist vermutlich nicht das richtige für Dich, wenn …

  • Du deine Arbeitstage im Büro verbringen möchtest.
  • Du anderen Menschen nicht offen und vorbehaltlos begegnest.
  • Deine Geduld eher begrenzt ist.

Karriere und Perspektiven als Alltags- und Demenzbetreuer/in

Als ausgebildete/er Alltags- und Demenzbetreuer/in sind Deine hauptsächlichen Einsatzgebiete zum einen die häusliche Pflege und zum anderen die Arbeit in einer Pflegeeinrichtung wie z.B. einem Altersheim. Du besitzt die Grundlagen einer pflege-medizinischen Ausbildung und könntest Dich im Anschluss auch für andere Pflegeausbildungen wie Pflegediensthelfer/in oder Altenpfleger/in entscheiden.

Fakten

Dauer der Ausbildung:

Unterschiedlich, je nach Bildungsanbieter und Unterrichtsform (Vollzeit, Teilzeit oder Fernunterricht)

Ausbildungsvergütung:

Während der Ausbildung erhält man keine Vergütung

Deine Lieblingsfächer:

  • Deutsch

Das solltest Du mitbringen:

  • Verantwortungsbewusstsein
  • Psychische Stabilität
  • Einfühlungsvermögen und Geduld
  • Sorgfalt

Perspektiven nach der Ausbildung:

  • Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Haus- und Familienpfleger/in
  • Studium (z.B. Gerontologie)