Integrationshelfer/in


Integrationshelfer

Ausbildung zum/zur Integrationshelfer/in

Nicht alle Schüler können ihren Alltag problemlos alleine bewältigen. Kinder und Jugendliche mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen oder psychischen Störungen benötigen manchmal Unterstützung. Und hier kommt der/die Integrationshelfer/in ins Spiel. In diesem Beruf belgeitest Du die Kinder mit Förderbedarf auf Ihrem Weg durch die Schulzeit. Du erledigst beispielsweise praktische Aufgaben, schiebst einen Rollstuhl, unterstützt beim Umziehen zum Sportunterricht oder bei Toilettengängen, bei der Durchführung von schulischen Aufgaben sowie der Kommunikation mit Lehrern und Mitschülern. Neben körperlichem Einsatz wird hier auch ganz viel Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz von Dir verlangt. Eine Ausbildung zum/zur Integrationshelfer/in gibt es nicht, doch mit Fortbildungen oder einer Umschulung in entsprechenden Bildungszentren findest Du den Einstieg in diesen abwechslungsreichen Beruf. Aber auch ohne eine entsprechende Qualifikation kannst Du Dich an Schulen oder bei Wohlfahrtsverbänden als Integrationshelfer/in bewerben und dazu beitragen, dass die Integration von Kindern mit Förderbedarf so gut wie möglich funktioniert.

Schon gewusst?

  • In Deutschland leben rund 7,6 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung. Hierzu zählen alle Personen, die vom zuständigen Versorgungsamt einen Grad der Behinderung von 50 Prozent und mehr zuerkannt bekommen haben.
  • Kinder mit Behinderung dürfen eine Regelschule besuchen, das wurde in der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 festgelegt. Doch die meisten Kinder mit Behinderung werden in Deutschland weiterhin auf entsprechenden Förderschulen unterrichtet, nur rund 22 Prozent besuchen eine Regelschule.
  • Integrationshelfer wurden früher einfach Schulbegleiter genannt. Bereits seit den 80er Jahren gibt es diesen Tätigkeitsbereich an deutschen Schulen.

Der Beruf Integrationshelfer/in passt zu Dir, wenn…

  • es Dir Freude macht, Dich um andere Menschen zu kümmern.
  • Du sehr einfühlsam und geduldig bist.
  • Du blitzschnell siehst, wo Hilfe gebraucht wird.

Eine Tätigkeit als Integrationshelfer eignet sich nicht für Dich, wenn…

  • Du absolut keine Vorstellung davon hast, wie Du mit einem Menschen mit einer Behinderung umgehen sollst.
  • Du keinen Körperkontakt magst und auf keinen Fall ein Kind bei einem Toilettengang begleiten oder wickeln könntest.
  • Du bei der Arbeit gerne Routineaufgaben erledigst.

Karriere und Perspektiven als Integrationshelfer/in

Hast Du bei Deiner Tätigkeit als Integrationshelfer/in entdeckt, dass Du gerne mit Kindern zusammenarbeitest, dann solltest Du Dich in diesem Bereich weiter fortbilden. Mit einer Ausbildung zum/zur Erzieher/in oder Heilerziehungspfleger/in erweiterst Du sowohl Deine pädagogischen als auch Deine pflegerischen Fähigkeiten. Falls Du die Karriereleiter weiter hinaufklettern möchtest, bietet sich ein Studium an – besonders gut passen in diesem Fall die Studiengänge Soziale Arbeit oder Sozialpädagogik.

Fakten

Dauer der Ausbildung:

10 Wochen

Ausbildungsvergütung:

Während der Ausbildung erhält man keine Vergütung

Deine Lieblingsfächer:

  • Deutsch
  • Englisch

Das solltest Du mitbringen:

  • Einfühlungsvermögen
  • Durchsetzungsvermögen
  • Geduld