Justizfachwirt/in


Justizfachwirt

Ausbildung zum/zur Justizfachwirt/in

Du verfolgst Gerichtsverhandlungen in den Medien und interessierst Dich dabei für die juristischen Hintergründe? Paragraphen, Aktenführung und Protokolle machen Dir keine Angst? Dann ist der Beruf des/der Justizfachwirt/in vielleicht genau das richtige für Dich. Während der Ausbildung lernst Du, sachbearbeitende Aufgaben im Bereich der Justizverarbeitung zu übernehmen. Du bist verantwortlich für den reibungslosen Ablauf und hast umfangreiche Aufgaben, sowohl am Schreibtisch als auch während der Protokollführung direkt im Gerichtssaal.

Schon gewusst?

  • In Deutschland gibt es siebzehn verschiedene Gerichtsbezeichnungen. Darunter das Sozialgericht, das Finanzgericht oder das Arbeitsgericht.
  • Das Berliner Kammergericht gilt als das älteste noch arbeitende Gericht Deutschlands. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde es bereits im 15. Jahrhundert.
  • Die wörtliche Übersetzung für den Begriff Beamter kommt aus dem Keltischen und bedeutet so viel wie Diener, Bote oder auch
  • Beamte gab es bereits im alten Ägypten. Dort diensten sie vor Allem den Pharaonen und wurden als Gegenleistung für ihre unbedingte Treue bis zu ihrem Tod bezahlt.

Du eignest Dich für eine Ausbildung zum/zur Justizfachwirt/in, wenn …

  • Du ein Organisationstalent bist und Dir auch komplexe Sachverhalte keine Angst machen.
  • Du offen und freundlich mit Menschen umgehst und auch in Stresssituationen Dein Lächeln behältst.
  • Du dich für Rechtswissenschaften und Buchhaltung gleichermaßen interessierst.
  • Du Interesse an einer Beamtenlaufbahn hast.

Der Beruf des/der Justizfachwirt/in ist vermutlich nicht das Richtige für Dich, wenn …

  • Du einen Job in der freien Natur oder im handwerklichen Bereich vorziehst.
  • Sorgfalt und eigenständiges Arbeiten nicht zu Deinen Stärken gehören.
  • Das Organisieren von Arbeitsabläufen Dir Schwierigkeiten bereitet.

Karriere und Perspektiven als Justizfachwirt/in

Nach der abgeschlossenen Ausbildung zum/zur Justizfachwirt/in findest Du Anstellungen in erster Linie bei Gerichten und Staatsanwaltschaften. Dort arbeitest Du als unabhängiger/e Urkundenbeamter/e und Kostenbeamter/e und übernimmst bei passender Eignung auch leitende Positionen.

Fakten

Dauer der Ausbildung:

1,5 bis 2,5 Jahre

Ausbildungsvergütung:

Der monatliche Anwärtergrundbetrag beträgt bei Landesbehörden – je nach Bundesland – 961 Euro bis 1165 Euro

Deine Lieblingsfächer:

  • Deutsch
  • Mathematik

Das solltest Du mitbringen:

  • Sorgfalt
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Verschwiegenheit

Perspektiven nach der Ausbildung:

  • Gerichtsvollzieher/in
  • Aufstieg in den gehobenen Dienst (Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt)
  • Studium (z.B. Staats-, Verwaltungswissenschaft)