Land- und Baumaschinenmechatroniker/in


Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker

Was macht ein Land- und Baumaschinenmechatroniker?

Große Landmaschinen, Traktoren und Bagger faszinieren Dich? Möchtest Du alles über diese großen Arbeitsgeräte wissen und Mähdrescher oder Bagger einmal genauer unter die Lupe nehmen? Dann ist eine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker eine optimale Idee für Dich. Du bist dabei nicht nur für Reparaturarbeiten sowie die Pflege großer Bau- und Landmaschinen zuständig, sondern kümmerst Dich auch um kleiner Geräte wie z.B. Rasenmäher oder Motorsägen.

Deine Ausbildungsstelle zur Land- und Baumaschinenmechatronikerin findest Du bei den Herstellern dieser Maschinen oder in Werkstätten, die sich auf die Wartung und Reparatur von Mähdrescher, Traktor, Bagger und Co. spezialisiert haben. Manchmal reist Du auch zu den Kunden und reparierst und pflegst die Land- und Baumaschinen gleich vor Ort. Deine Aufgabe als Land- und Baumaschinenmechatroniker geht aber weit über die mechanische Instandhaltung  der Geräte hinaus. Du bist auch noch für die Elektronik und Mechatronik zuständig und kümmerst Dich um pneumatischen Systeme sowie die Hydraulik. Macht die Elektronik eines Baggers oder Traktors Probleme, begibst Du Dich auf Fehlersuche. Dabei ist zunächst einmal nicht der Schraubenschlüssel, sondern ein Laptop Dein Helfer.

Diese verschiedenen Bereiche machen den Beruf des Land- und Baumaschinenmechatroniker so abwechslungsreich. Falls Du noch niemanden kennst, der diesen tollen Beruf erlernt hat, darfst Du Dich nicht wundern, bis zum 01.08.2014 wurde der Ausbildungsberuf nämlich noch Mechaniker/-in für Land- und Baumaschinentechnik genannt.

Vorteile einer Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker

 Ein großer Pluspunkt Deiner Lehrstelle zur Land- und Baumaschinenmechatronikerin ist die Vielseitigkeit am Arbeitsplatz. Du beschäftigst Dich nämlich mit sämtlichen Komponenten der großen und kleinen Maschinen und arbeitest daher mal mit Werkzeugen an Motoren oder Metallelementen, kümmerst Dich um die Mechanik und hast auch alle technischen Features im Blick. Ein Schraubendreher gehört ebenso zu Deinen Arbeitsmaterialien wie ein Laptop.

Weil Du für die Instandhaltung besonders großer Maschinen zuständig bist, arbeitest Du häufig nicht in der Werkstatt, sondern darfst den Kunden besuchen und Traktoren, Bagger, Gabelstapler und andere Geräte gleich vor Ort reparieren. Da Du Dich mit allen Land-, Forst- und Baumaschinen hervorragend auskennst, übernimmst Du auch Beratungsaufgaben. Möchte ein Kunde also eine neue Motorsäge, einen Rasenmäher oder einen Traktor kaufen, erklärst Du die Besonderheiten der einzelnen Modelle und empfiehlst dem Kunden die passende Maschine.

Die Vorteile einer Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker haben wir für Dich noch einmal zusammengefasst:

  • Du hast eine abwechslungsreiche Aufgabe
  • Du arbeitest sowohl mit den Händen als auch mit dem Kopf
  • Perfekt für Technikfreaks geeignet
  • Du arbeitest nicht nur in der Werkstatt, sondern darfst auch zu den Kunden reisen

Nachteile einer Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker

 Bei der Arbeit mit großen Maschinen wirst Du Dich bestimmt ganz schön dreckig machen. An den Traktorreifen klebt der Dreck von den Feldern, der Motorraum ist mit Öl verschmiert usw. Bist du da sehr empfindlich und möchtest lieber mit einem weißen Hemd zur Arbeit gehen als im Blaumann, eignet sich die Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker nicht für Dich. Auch wenn Du immer wieder mit dem Notebook in der Hand auf Fehlersuche in der Elektronik gehen wirst, ist der Beruf eigentlich schwere Handarbeit. Möglicherweise sind Eure Kunden in ganz Deutschland verteilt, daher wirst Du auch reisen müssen, um die Land- und Baumaschinen reparieren zu können. Möchtest Du lieber jede Nacht in Deinem eigenen Bett verbringen, hast Du hier schlechte Karten.

Das sind die Nachteile einer Ausbildung zur Land- und Baumaschinenmechatronikerin:

  • Du machst Dich bei der Arbeit dreckig
  • Du bist viel unterwegs, manchmal auch über Nacht
  • Du musst Dich sowohl mit Technik als auch mit Handwerk und Elektronik beschäftigen.

Wo arbeitet ein Land- und Baumaschinenmechatroniker nach der Ausbildung?

 Hast Du Deine Ausbildung beendet, kann es für Dich mit vielleicht direkt in Deinem Ausbildungsbetrieb weitergehen. Dann kannst Du als eigenständige Fachkraft die Land- und Baumaschinen instand halten, reparieren und die Kunden beim Kauf neuer Geräte beraten. Du kannst Dich aber auch in jedem anderen Fachbetrieb bewerben, der sich um die Wartung und Reparatur von Land-, Forst- und Baumaschinen kümmert. Eine Alternative sind die Hersteller von Traktoren, Bagger, Sämaschinen, Rasenmäher und Co. Auch hier darfst du Dein Können unter Beweis stellen.

Was verdient eine Land- und Baumaschinenmechatronikerin?

 Die Ausbildungsvergütung ist in den einzelnen Bundesländern bzw. in den einzelnen Betrieben unterschiedlich.

Hast Du Deine Ausbildung abgeschlossen, bekommst Du natürlich mehr Geld als während Deiner regulären Lehre. Auch hier gibt es allerdings große Schwankungen, wobei du als Mechatroniker oder Mechatronikerin durchaus ein insgesamt anständiges Einkommen haben wirst. Hast Du Zusatzqualifikationen erworben und bist ein Spezialist in Deinem Bereich, bekommst Du ein höheres Gehalt.

Was sind die Zukunftsaussichten für den Beruf Land- und Baumaschinenmechatroniker? Welche Weiterbildungen gibt es für Land- und Baumaschinenmechatronikerinnen?

  Mit einer Ausbildung zur Land- und Baumaschinenmechatronikerin hast Du Dich für einen sicheren Job entschieden, denn Traktoren, Bagger und andere Land- und Baumaschinen werden immer gebraucht und müssen gewartet und repariert werden. Da sich die Technik aber auch hier weiterentwickelt, musst Du am Ball bleiben und mit gezielten Weiterbildungen dafür sorgen, dass Du auch die neuen Features kennenlernst. Möchtest Du Deine Karriere weiter vorantreiben, gibt es einige Fortbildungsmöglichkeiten für Dich. Das sind Deine Optionen:

  • Techniker Bereich Maschinentechnik oder Kraftfahrzeugtechnik
  • Landmaschinentechnikermeister

Fakten

Dauer der Ausbildung:

3,5 Jahre

Ausbildungsvergütung:

Im Handwerk:

  1. Jahr: 505 bis 588 Euro
  2. Jahr: 520 bis 660 Euro
  3. Jahr: 575 bis 761 Euro
  4. Jahr: 610 bis 822 Euro

In der Industrie:

  1. Jahr: 976 bis 1047 Euro
  2. Jahr: 1029 bis 1102 Euro
  3. Jahr: 1102 bis 1199 Euro
  4. Jahr: 1141 bis 1264 Euro

Deine Lieblingsfächer:

  • Mathematik
  • Werken/Technik
  • Physik

Das solltest Du mitbringen:

  • Technisches Verständnis
  • Handwerkliches Geschick
  • Auge-Hand-Koordination
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

Perspektiven nach der Ausbildung:

  • Landmaschinenmechanikermeister/in
  • Techniker/in der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik
  • Studium (z.B. Fahrzeugtechnik)