Schädlingsbekämpfer/in


Schädlingsbekämpfer

Ausbildung zum/zur Schädlingsbekämpfer/in

Du bist der Meinung Mäuse, Ratten, Marder und Insekten haben in Häusern und Wohnungen nichts zu suchen? Vielleicht hast Du dann Lust, diese ungebetenen Gäste fachgerecht aus den Wohnräumen zu vertreiben. In einer Ausbildung zum/zur Schädlingsbekämpfer/in lernst Du, welche Chemikalien, Fallen und Köder eingesetzt werden müssen, damit Ungeziefer und Co. verschwinden. Du bist auch für die Beratung der Kunden sowie die Schädlingsprävention zuständig. Manchmal genügt es nämlich, im Vorfeld Abwehrgitter und Zäune zu installieren oder Holz mit speziellen Mitteln zu imprägnieren, um die Schädlinge fernzuhalten. Du leistest aber auch detektivische Arbeit, denn häufig musst Du das Ungeziefer erst einmal aufspüren. Detektoren zeigen Dir den Weg zu versteckten Larven, Käfern und anderen Tieren. Findest Du Kratz- und Bissspuren oder Kot, weißt Du gleich, welche Tiere dafür verantwortlich sind und ergreifst die entsprechenden Maßnahmen. Damit Du Dich selbst nicht gefährdest, trägst Du Schutzkleidung, wenn Du mit Insektiziden und Fungiziden arbeitest. Ist Deine Mission beendet, sorgst Du dafür, dass der Wohnraum frei von den Schädlingen sowie den Chemikalien ist. Anschließend dokumentierst Du Deine Arbeit und leitest die Angaben an die zuständigen Behörden weiter.

Schon gewusst?

  • US-Forscher fanden heraus, dass in einer amerikanischen Durchschnittswohnung etwa 100 verschiedene Insekten leben. Dazu zählen beispielsweise Fliegen, Spinnen, Ameisen, Käfer und Bücherläuse.
  • In dem spanischen Volkslied „La Cucharacha“ wird die Küchenschabe besungen.
  • Die Hauptnahrung der meisten Marienkäferarten sind Blatt- und Schildläuse. Pro Tag verputzen die Tierchen bis zu 50 Stück und damit rund 40.000 Läuse in ihrem Leben.

Eine Ausbildung zum/zur Schädlingsbekämpfer/in eignet sich für Dich, wenn…

  • Du Dich weder vor Ungeziefer noch vor Dreck und Gestank ekelst.
  • Du sehr strukturiert und konzentriert arbeitest.
  • Du körperlich fit bist, da Du manchmal in den hintersten Winkeln oder auf die höchsten Balken klettern musst.

Der Beruf Schädlingsbekämpfer/in ist keine gute Wahl für Dich, wenn…

  • Du schon hysterisch wirst, sobald Du eine kleine Spinne oder eine Maus siehst.
  • Du häufig Atemwegsinfekte hast und allergisch auf verschiedene Chemikalien reagierst.
  • Du keinem Tier etwas zuleide tun kannst.

Karriere und Perspektiven als Schädlingsbekämpfer

Weiterbildungen gehören für Dich als Schädlingsbekämpfer/in dazu, denn die rechtlichen Grundlagen für die Bekämpfung von Ungeziefer ändern sich ständig. Außerdem kommen immer wieder neue Chemikalien auf den Markt, die Du natürlich kennen solltest. Weiter qualifizierst Du Dich mit einer Fortbildung zum/zur Technischen Fachwirt/in. Du suchst einen sinnvollen Studiengang nach der Ausbildung? Dann bietet sich das Fach Biologie an.

Fakten

Dauer der Ausbildung:

3. Jahre

Ausbildungsvergütung:

durchschnittlich
1. Jahr: 605 Euro
2. Jahr: 735 Euro
3. Jahr: 855 Euro

Deine Lieblingsfächer:

  • Bio
  • Chemie
  • Physik
  • Mathematik

Das solltest Du mitbringen:

  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Kundenorientierung

Perspektiven nach der Ausbildung:

  • Techniker/in – Reinigungs- und Hygienetechnik
  • Fachwirt/in – Umweltschutz
  • Desinfektor/in