Verfahrenstechnologe/-technologin Metall – Eisen-/Stahlmetallurgie

Der Beruf

Im Bereich der Metallurgie gibt es verschiedene Ausbildungsschwerpunkte. Wir von azubify erklären Dir hier, was es mit dem Berufsbild Verfahrenstechnologe Metall - Eisen-/Stahlmetallurgie auf sich hat. Die drei anderen Schwerpunkte sind: Fachrichtung Stahlumformung, Nichteisen Metallurgie oder Nichteisen-Umformung. Grundsätzlich arbeitet ein Verfahrenstechnologe Metall mit verschiedenen Metallen. Was früher noch händisch passiert ist, übernehmen heute hochmoderne Öfen. Trotzdem erfordert die Arbeit in diesem Bereich viel Wissen über Metall, aber auch die Bedienung von Anlagen gehört zu Deinem Arbeitsalltag.

In diesem Job wird es ganz schön heiß!

Im Bereich der Eisen- und Stahlmetallurgie verarbeitest Du Erze zu Roheisen und Roheisen wiederum zu Stahl. Dazu stehen Dir komplexe Anlagen und Brennöfen zur Verfügung. Während Deiner Ausbildung lernst Du, wie sich Erze zu Roheisen verarbeiten lassen. Das funktioniert durch chemische Prozesse, die im Hochofen, neben den Erzen, durch verschiedene Zusatzstoffe ausgelöst werden. Du sorgst dafür, dass am Ende ein qualitativ hochwertiges Roheisen entsteht. Dementsprechend gehört zu Deiner Arbeit auch die Kontrolle der Erzeugnisse. In weiteren Schritten geht es darum, aus dem Roheisen Stahl herzustellen. Dieser wird dann schlussendlich zu weiteren Produkten verarbeitet und vertrieben. Die Ausbildung zur Verfahrenstechnologin Metall - Eisen-/Stahlmetallurgie dauert dreieinhalb Jahre und findet in der Berufsschule sowie in einem Betrieb statt.

Nach Deiner Ausbildung kannst Du die Verantwortung in der Fertigungshalle übernehmen. Das bedeutet, Du weißt genau, wie Du aus Erzen Roheisen herstellst und aus letzterem Stahl. Du beherrschst zudem alle Zwischenschritte, wie die Zugabe von Zusatzstoffen und die Qualitätskontrolle. Aber auch die Prüfung der Anlagen fällt in Deinen Zuständigkeitsbereich. Sollten kleine Reparaturen notwendig sein, musst Du diese schnell und effizient durchführen, damit die Produktion nicht zum Stillstand kommt. Außerdem weißt Du nach Deiner Ausbildung ganz genau, welche Erze wie verarbeitet werden. Du kennst die unterschiedlichen Maschinen und bist ein absoluter Vollprofi in Sachen Eisen und Stahl. Das Besondere an diesem Beruf ist, dass Du verschiedene Arbeitsbereiche hast. Zum einen musst Du Dich mit Chemie auskennen. Dann musst Du Anlagen bedienen können und die entsprechenden Computer, über die die Anlagen gesteuert werden.

Daten & Fakten

Das solltest du mitbringen...

  • Handwerkliches Geschick
  • Technisches Verständnis
  • Sorgfalt und Umsicht
  • Reaktionsgeschwindigkeit

Dauer

3,5 Jahre

Gehalt

1. Jahr : 980 – 997 €
2. Jahr : 1029 – 1056 €
3. Jahr : 1102 – 1137 €
4. Jahr : 1180 – 1197 €

Lieblingsfächer

  • Mathematik
  • Chemie/Physik
  • Werken/Technik

Perspektiven

  • Industriemeister/in Fachrichtung Hüttentechnik
  • Techniker/in Fachrichtung
    Gießereitechnik
  • Studium (z.B. Metallurgie,
    Hüttenwesen)

Passt zu dir, wenn...

Du kein Problem hast, in Schutzkleidung zu arbeiten.
Du Lust auf Abwechslung am Arbeitsplatz hast. Du gerne Verantwortung übernimmst und Schichtdienst kein Problem für Dich ist.

Passt nicht zu dir, wenn...

  • Du Chemie langweilig findest.
  • Du lieber einem Job in der Natur oder am Schreibtisch nachgehen möchtest.
  • Du Dir körperliche Arbeit nicht vorstellen kannst.

Wusstest du schon?

Karriere & Perspektiven

Als Verfahrenstechnologe Metall - Eisen-/Stahlmetallurgie hast Du sehr gute Karrierechancen. Fachkräfte werden in diesem Bereich immer gesucht und besonders in Deutschland gibt es eine Menge Arbeitsplätze. Du hast außerdem gute Chancen, von Deinem Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden. Wichtig ist, dass Du bereit bist im Schichtsystem zu arbeiten. Das bedeutet: Früh-, Spät- und Nachtschichten werden aller Wahrscheinlichkeit nach zu Deinem ganz normalen Arbeitsalltag gehören.

Die Ausbildung zur Verfahrenstechnologin Metall - Eisen-/Stahlmetallurgie öffnet Dir karrieretechnisch die verschiedensten Pforten. Du kannst Dich zum Beispiel innerhalb eines Unternehmens auf einen bestimmten Bereich spezialisieren. Außerdem hast Du die Möglichkeit den „Industriemeister“ zu machen und kannst dadurch im Verlauf Deiner Karriere beispielsweise Führungsaufgaben übernehmen. Solltest Du Deinen Meister gemacht haben oder sowieso über (Fach-) Abi verfügen, kannst Du außerdem ein Studium in diesem Bereich beginnen.

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