Wasserbauer/in


Ausbildung zum Wasserbauer

Ausbildung zum/zur Wasserbauer/in

Die Berufsbezeichnung “Wasserbauer/in” mag sich auf den ersten Blick sehr technisch und theoretisch anhören, doch weit gefehlt. Wenn Du Dich für eine Ausbildung zum/zur Wasserbauer/in entscheidest, erwarten Dich tägliche Arbeit in der freien Natur, organisatorische und planerische Aufgaben und unterschiedlichste Arbeitsplätze. Als Wasserbauer/in arbeitest Du meistens in den Wasserverbänden der Länder oder der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Du baust, inspizierst, und unterhältst Landes- und Bundeswasserstraßen sowie deren Anlagen und Bauwerke im Binnen- und Küstenbereich. Auch Deckwerke, Dämme, Schleusen und Deiche gehören zu Deinem Aufgabenbereich.

Schon gewusst?

  • Die Ausbildung erfolgt blockweise lediglich in zwei Berufsbildungszentren: In Koblenz und Kleinmachnow. Während dieser Zeit werden Schüler, die von außerhalb kommen, in Internaten und Wohnheimen untergebracht.
  • Auszubildende aus Süddeutschland werden bewusst in Norddeutschland und andersrum eingesetzt, um mit unterschiedlichen Anforderungen des Berufes konfrontiert zu werden.
  • Das Wasserstraßennetz allein in Deutschland ist ca. 7,5 Tausend Kilometer lang.

Du solltest eine Ausbildung zum/zur Wasserbauer/in machen, wenn …

  • Du Dir einen abwechslungsreichen und spannenden Arbeitsplatz wünschst.
  • Du Dich gleichermaßen für natürliche und physikalische bzw. chemische Prozesse interessierst.
  • Dir weder frühes Aufstehen noch Wind und Wetter in der Natur etwas ausmachen.
  • Du Dich für den Umweltschutz interessierst.
  • Du einen qualifizierten Hauptschul- oder Realschulabschluss hast.

Der Beruf des/der Wasserbauer/in ist vermutlich nichts für Dich, wenn …

  • Du körperliche Arbeit oder Tätigkeiten im Freien scheust.
  • Du Probleme mit Höhen oder Seekrankheit hast oder nicht schwimmen kannst (Schwimm- und Gesundheitszeugnis sind Ausbildungs-Voraussetzungen).
  • Mathematik, Physik oder Chemie zu Deinen Problemfächern gehören.

Karriere und Perspektiven als Wasserbauer/in

Eine Ausbildung zum/zur Wasserbauer/in bietet Dir eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten und karrieretechnischen Perspektiven für die Zukunft. Stauwart/Staumeister, Arbeiten im Schleusendienst, Bauaufseher oder Bautechniker mit Schwerpunkt Tiefbau sind ein paar Beispiele für Türen, die Dir nach einer erfolgreichen Ausbildung offenstehen. Auch ein Werdegang als Ingenieur im Bauingenieurswesen und Wasserwirtschaft ist möglich, solange Du das Fachabitur oder Abitur hast.

Fakten

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Ausbildungsvergütung:

durchschnittlich:
Jahr: 609 Euro
Jahr: 836 Euro
Jahr: 1056 Euro

Deine Lieblingsfächer:

  • Mathematik
  • Physik
  • Werken/Technik
  • Chemie

Das solltest Du mitbringen:

  • Handwerkliches Geschick
  • Gute Koordination
  • Sorgfalt
  • Umsicht

Perspektiven nach der Ausbildung:

  • Wasserbaumeister/in
  • Techniker/in FR Bautechnik
  • Studium (z. B. Bauingenieurwesen)