Azubi-Interview: Einblick in den Beruf des Augenoptikers

Azubi-Interview: Einblick in den Beruf des Augenoptikers

Anika Deichgräber, Augenoptikerin, 21 Jahre

Der Beruf des Augenoptikers ist so vielseitig wie kaum ein anderer. Abgesehen von der breiten Auswahl beruflicher Perspektiven danach, erlangen die Azubis durch die Ausbildung umfangreiches Wissen über das Wunder Auge. In der Werkstatt, wo vor allem physikalisches Verständnis und Mathematik gefragt sind, lernen die angehenden Optiker den Strahlengang zu verstehen, physikalische Vorgänge zu verknüpfen und technisch umzusetzen.

Augenoptiker: Vielseitiger Beruf mit Perspektive

Während der Ausbildung halten sich Theorie und Praxis die Waage. Das hat auch Anika Deichgräber gefallen, die den Beruf in Bad Belzig in dem Handwerksbetrieb „Die Brille am Markt“ bei Juliane Dschurny gelernt hat. „Die Vielseitigkeit des Berufs hat mich besonders gereizt“, sagt sie. Da sei auf der einen Seite der Umgang mit Kunden, für dessen Problem es nach einer gründlichen Analyse eine individuelle Lösung zu finden gilt. Auf der anderen Seite bietet der Beruf hochmoderne Technik. Zugleich sei präzises Handwerk und ein Gespür für Brillenmode gefordert.

Optikerin Anika Deichgräber

Anika Deichgräber sieht der Zukunft mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen: Die Prüfungen hat sie bestanden, sie ist nun staatlich anerkannte Augenoptikerin. Sich vom Arbeitsplatz der letzten 3 Jahre zu verabschieden, fällt jedoch nicht so leicht. Foto: Michaela Riedel

Praktikum hilft bei der Berufswahl

Für Anika Deichgräber war es wichtig, während ihrer Ausbildung auch wirklich das zu lernen, was sie für die berufliche Zukunft braucht und dass ihr Raum für selbständiges Arbeiten geboten wird. Oft kann man das erst nach einiger Zeit im Ausbildungsbetrieb bewerten, dennoch gibt sie den Tipp: „Umfangreiche Eindrücke kann man schon während eines Praktikums sammeln. Sollte sich später eine Unzufriedenheit einschleichen, dann sollte man unbedingt den Mut haben, das anzusprechen. In dem Geschäft, in dem ich gelernt habe, fühlte ich mich sehr wohl und durfte großes Vertrauen in meine Arbeit genießen.“

Allgemeines zur Ausbildung des Augenoptikers

Berufsbezeichnung: Staatlich anerkannter Augenoptiker/in

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (bei erfüllten Sonderbedingungen nur 2 ½ Jahre)

Voraussetzungen:

Hauptschulabschluss, gute Kenntnisse und Interesse an Physik, Mathematik, ruhige Hände und handwerkliche Begabung

Perspektiven/ Weiterbildung:

Studium im Bereich medizinische oder technische Optik Fachrichtungen Industrie/ Herstellung oder ModeGeselle/ in im Optiker-Geschäft

Mehr erfahren?

Willst du mehr über die Ausbildung als Augenoptiker oder Augenoptikerin wissen? Das gesamte Berufsbild stellen wir dir hier mit allen wichtigen Infos vor!

Bildcredit: Delphotostock – AdobeStock

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