Azubi-Interview: Einblick in die Arbeit einer Restaurantfachfrau

Azubi-Interview: Einblick in die Arbeit einer Restaurantfachfrau

Lisa-Marie Kubitz ,17 Jahre, Restaurantfachfrau

Für Lisa-Marie Kubitz beginnt jetzt das zweite Ausbildungsjahr ihrer dreijährigen Berufsausbildung zur Restaurantfachfrau im Neuruppiner Hotel „Resort Mark Brandenburg“. Parallel zum Hotelfach hatte sich Lisa-Marie vor allem bei Einzelhandelsunternehmen beworben. Sie gibt zu, dass sie auch gerne Einzelhandelskauffrau geworden wäre. „Aber ob ich nun Kunden oder Gäste verwöhne – irgendwie ist das doch ähnlich und das liegt mir sehr“, bekennt Lisa-Marie. Gleich beim Personalgespräch hat sie gemerkt: hier kann und darf ich etwas lernen. Es war für beide Seiten wichtig, zu gucken, ob man zusammen passt. Um das herauszufinden, hat Lisa-Marie Kubitz vor Beginn der Ausbildung zur Probe im Hotel gearbeitet.

Restaurantfachleute haben vielseitige Tätigkeiten

Auch die theoretische Ausbildung findet in Neuruppin statt. Zwei Wochen praktischer Ausbildung steht eine Woche Theorie mit Fächern wie Lagerwirtschaft, Küche und Lebensmittel, Wirtschaft, Service, Englisch, Deutsch und Sport gegenüber. Im Hotel lernen die Restaurantfachleute unter anderem wie man ein Tablett trägt, den Umgang mit Gästen, Menükunde und korrespondierende Getränke.

Restaurantfachfrau Lisa-Marie Kublitz

Arbeiten, wo andere Urlaub machen – Lisa-Marie Kubitz beim Eindecken auf der Seeterrasse. Foto: Barbara Ellmann

Notwendige Fähigkeiten: schnell sein und zupacken können

Schnell stellt sich dabei heraus, wofür jemand ein Händchen hat und besonders geeignet ist. Entsprechend wird man im Haus auch eingesetzt. Aber es gibt auch Zeiten, wo alle mit zupacken müssen und es auf Geschwindigkeit und Präzision ankommt. „Das nicht persönlich zu nehmen, war anfangs für mich schwierig“, gibt Lisa-Marie Kubitz zu und fügt lachend an: „Es ist dann so, als ob man sich ein Glas Cola eingießt, da schäumt es auch auf und beruhigt sich wieder.“

In der Ausbildung Durchhaltevermögen beweisen

Die Siebzehnjährige rät Berufsanfängern, nicht gleich aufzugeben, wenn es am Anfang hart sei. Der Berufsalltag der Restaurantfachfrau unterscheidet sich eben deutlich vom Schulalltag, allein schon, weil man ständig in Bewegung ist und schwere Sachen trägt. An ihrem Ausbildungsbetrieb schätzt sie, dass es ein großes Haus ist: „Da lernt man mehr! Es gibt jeden Tag neue Herausforderungen und es wird nie langweilig.“

Allgemeines zur Ausbildung der Restaurantfachfrau/des Restaurantfachmannes

Berufsbezeichnung: Restaurantfachfrau/-mann

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:

Mindestens Hauptschulabschluss, ein mittlerer Bildungsabschluss ist vorteilhaft. Gutes Gedächtnis, widerstandsfähige Konstitution, Belastbarkeit, Umsicht und Verschwiegenheit, Freude am Kontakt mit Menschen, Höflichkeit, Schnelligkeit und Gewandtheit, Fremdsprachen vorteilhaft.

Perspektiven für Weiterbildung:

Büfettier, Etagen- und Zimmerkellner, Sommelier (Weinkellner, Schiffskellner, Zahlkellner (Spezialisierungen); Chef de Rang, Chef de Restaurant, Directeur de Restaurant, Manager, Unternehmer

Mehr erfahren?

Willst du mehr über die Ausbildung als Restaurantfachfrau oder Restaurantfachmann wissen? Das gesamte Berufsbild stellen wir dir hier mit allen wichtigen Infos vor!

Bildcredit: Andrew Bayda – AdobeStock

Auszeichnung World Young Reader PrizeWorld Young Reader Prize in der Kategorie „A great help“
azubify-Quiz