Azubi-Interview: Was macht eigentlich ein Maurer?

Azubi-Interview: Was macht eigentlich ein Maurer?

Devin Puls, 18 Jahre, Auszubildender zum Maurer

Der Zufall hat Devin Puls zur Maurerlehre gebracht. Handwerklich arbeiten wollte der Nauener auf jeden Fall. Am liebsten in einer Tischlerei. Doch das klappte nicht – und er fing eine Ausbildung als Maurer an. Für Devin Puls war das genau das Richtige. „Ich freu mich immer, wenn ich morgens auf die Baustelle komme und sehe, was im am Tag zuvor geschafft haben“, sagt der 18-Jährige.

Maurer: abwechslungsreicher Beruf

Maurer Devin Puls

Maurer Devin Puls bei der Arbeit.
Foto: Enric Kugler

Er macht seine Maurerlehre bei der WBF Ingenieurbau GmbH in Falkensee (Havelland). Und er mag die Abwechslung in seiner Arbeit: Maurer müssen nicht etwa nur Fundamente betonieren, Wände hochziehen, dämmen und verputzen. Devin Puls ist auch schon so manche Stunde mit dem Radlader über die Baustelle gefahren, um die Grube für das Fundament eines Hauses auszuheben. Dann, beim Mauern, „muss man sehr fein arbeiten“, betont der Azubi im 3. Lehrjahr. „Es ist eine Kunst, die kleine Blase zwischen die beiden Striche zu bekommen“, sagt Devin Puls und meint damit die Wasserwaage, die keine Ungenauigkeit verzeiht. Devin Puls beherrscht die Kunst.

Maurerpraktikum in Italien

Seine guten Leistungen haben ihn bis nach Italien gebracht. Sein Betrieb hat den jungen Mann als Auszeichnung für ein mehrwöchiges Praktikum nach Mantova geschickt. Dort hat der Nauener an historischen Gebäuden arbeiten können. „In diesem Beruf gibt es so viele Möglichkeiten“, schwärmt Devin Puls. Denjenigen, die sich für eine Ausbildung zum Maurer interessieren, empfiehlt er, mal ein Praktikum zu machen und so die eigenen Talente zu entdecken. Wichtig in dem Beruf seien auch Mathekenntnisse. Schließlich müssten solche Dinge wie der Mörtelbedarf auf der Baustelle berechnet werden.

Devin Puls hat seinen Lieblingsberuf gefunden. Für ihn steht schon fest, dass er nach seiner Gesellenprüfung auch den Meister machen möchte. Und das nächste Praktikum in Italien ist auch schon gebucht.

Allgemeines zur Ausbildung des Maurers

Berufsbezeichnung: Maurer

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:

handwerkliches Geschick, gute körperliche Kondition, Teamfähigkeit; wichtig
sind Schulfächer wie Mathematik und Physik

Perspektiven:

Arbeit in Hochbauunternehmen, im Fertighausbau oder auch in Sanierungs-
unternehmen; mögliche Qualifikation ist der Meister

Mehr erfahren?

Willst Du mehr über die Ausbildung als Maurer wissen? Das gesamte Berufsbild stellen wir Dir hier mit allen wichtigen Infos vor!

Bildcredit: Hoda Bogdan – AdobeStock

Auszeichnung World Young Reader PrizeWorld Young Reader Prize in der Kategorie „A great help“
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