Ausbildung in der Landwirtschaft

Denkst Du bei einer landwirtschaftlichen Ausbildung auch im ersten Moment an Tätigkeiten wie Traktor fahren und den Kuhstall ausmisten? Dieses Bild ist in den Köpfen vieler Menschen eingebrannt, auch wenn es der Realität längst nicht mehr gerecht wird. Heutzutage existieren im Bereich der Landwirtschaft die verschiedensten Berufsfelder. Der technologische Wandel hat hierbei die klassischen Berufe zunehmend modernisiert und die harte, körperliche Arbeit von einst mithilfe von Maschinen deutlich vereinfacht. In der Agrarwirtschaft von heute arbeiten Techniker/innen, Laboranten bzw. Laborantinnen sowie Manager/innen eng mit Bauernhöfen, Dienstleistungsgesellschaften und dem Handel zusammen.

Lohnt sich eine Ausbildung in der Landwirtschaft?

Die Zukunftsperspektiven in der Agrarwirtschaft sind rosig: Viele Landwirtschaftsbetriebe schauen sich nach gut ausgebildetem Nachwuchs um. Die Vielseitigkeit der Berufe macht die Agrarwirtschaft dabei zu einer äußerst attraktiven Branche, die traditionelles Handwerk mit modernster Technik kombiniert. Als Landwirt/in bist Du tagtäglich mit Natur, Tier, Maschine und Betrieb beschäftigt. Genau genommen vereinst Du als Landwirt/in viele verschiedene Kenntnisse und Fertigkeiten der Biologie, Ingenieurwissenschaft, Logistik und Betriebswirtschaftslehre. Als Landwirt/in trägst Du die Verantwortung für Deine Mitarbeiter, Nutztiere, Kulturpflanzen und die umliegende Natur. Die Produktion und Vermarktung Deiner Agrarerzeugnisse sowie die betrieblichen Finanzen und rechtlichen Rahmenbedingungen musst Du dabei stets im Blick behalten. Als Landwirt/in bist Du somit in erster Stelle Unternehmer/in. Weiterlesen?

Ausbildung zur Fachkraft Wasserversorgungstechnik
Fachkraft Wasserversorgungstechnik
Ausbildung zum Fleischer
Fleischer/in
Ausbildung zum Florist
Florist/-in
Verträumter Sonnenaufgang im herbstlichen Wald
Forstwirt/in
Ausbildung zum Gärtner für Garten- und Landschaftsbau
Gärtner/in – Garten- und Landschaftsbau
Ausbildung zum Geomatiker
Geomatiker/in
Hufbeschlagschmied
Hufbeschlagschmied/in
Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker
Land- und Baumaschinenmechatroniker/in
Ausbildung zum Landwirt
Landwirt/in
Lebensmittelkontrolleur
Lebensmittelkontrolleur/in
Ausbildung zum Milchtechnologen
Milchtechnologe/in
Pferdewirt
Pferdewirt/in
Sattler
Sattler/in
Schädlingsbekämpfer
Schädlingsbekämpfer/in
Ausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten
Tiermedizinische/r Fachangestellte/r
Tierpfleger
Tierpfleger/in
Ausbildung zum Umweltschutztechnischen Assistent
Umweltschutztechnischer Assistent/in
Ausbildung zum Verfahrenstechnologen Mühlen-/Getreidewirtschaft
Verfahrenstechnolog(e/in) – Mühlen-/Getreidewirtschaft
Ausbildung zum Winzer
Winzer/in

Agrarwirtschaftliche Ausbildungsberufe

Wenn Du unter freiem Himmel arbeiten möchtest und Dich gerne mit Technik und Maschinen beschäftigst, kann die Ausbildung zur Fachkraft für Agrarservice für Dich interessant sein. In Deinem Berufsalltag bedienst und führst Du agrarwirtschaftliche Maschinen, pflegst und wartest diese und übernimmst die Arbeit auf dem Feld. Darüber hinaus bist Du stets mit Kunden und Partnern vernetzt. Die Kultivierung der Nutzpflanzen, von der Saat bis hin zur Ernte, ist ebenso Teil Deiner Arbeit.

Solltest Du Dich eher für die Früchte der Feldarbeit und deren Weiterverarbeitung interessieren, kann der Beruf des Brenners bzw. der Brennerin reizvoll für Dich sein. Als Brenner/in stellst Du in sorgfältiger Traditionsarbeit trinkbaren Alkohol her. Als Brenner/in benötigst Du technisches Verständnis, Interesse an biochemischen Prozessen und ein hohes Maß an Genauigkeit. Nach der Ausbildung zum/zur Brenner/in kannst Du noch weitere, fachbezogene Abschlüsse erlangen, zum Beispiel als Brennmeister/in oder Destillateurmeister/in. Weitere Ausbildungen in der Landwirtschaft sind zum Beispiel:

 Gehalt in der Agrarwirtschaft: Was verdienst Du nach Deiner Ausbildung in der Landwirtschaft?

Wie in jeder Branche fallen die Gehälter in der Agrarwirtschaft stark unterschiedlich aus. Zu den Topverdienern im landwirtschaftlichen Sektor gehören Unternehmensmanager/innen sowie Agrartechniker/innen, da sie sich für die Ausübung ihres Berufes eine Menge Fachwissen aneignen mussten – meist im Rahmen eines mehrjährigen Studiums. Diesen zusätzlichen Aufwand merkt man am Gehalt. Grundsätzlich lohnt sich für Dich also ein Studium mit agrarwirtschaftlichem Schwerpunkt, da Du danach deutlich bessere Verdienstchancen hast und mehr Verantwortung im Betrieb übernehmen kannst.

Ausbildung, Uni oder ein duales Studium in der Landwirtschaft?

Wenn Du Dich nicht entscheiden kannst, ob Dir eine theoretische oder praktische Ausbildung in der Landwirtschaft lieber ist, kannst Du als Mittelweg ein duales Studium wählen. Dieses stellt eine Sonderform der Ausbildung dar und kombiniert Praxis und Theorie optimal. Voraussetzung für eine duale Ausbildung in der Landwirtschaft ist das Fachabitur.

Duales Studium in der Agrarwirtschaft

Während des dualen Studiums wirst Du berufsbegleitend an einer Fach- oder Berufsakademie ausgebildet. Hier wird Dir Wissen vermittelt, dass Dich auf betriebswirtschaftliche und unternehmensstrategische Herausforderungen vorbereitet. Für gewöhnlich beginnt das duale Studium in der Landwirtschaft mit einem Praxisjahr, bei dem Du alle Prozesse im landwirtschaftlichen Betriebsalltag kennenlernst. Ab dem zweiten Jahr beginnt dann parallel das Studium. Das duale Studium endet mit einer Abschlussprüfung nach dem dritten Ausbildungsjahr.

Landwirtschaft studieren? Das sind Deine Möglichkeiten

Deine Ausbildung in der Landwirtschaft muss nicht nach Deiner Lehre enden. Mit den entsprechenden Voraussetzungen stehen Dir verschiedene Hochschulangebote zu Verfügung. So kannst Du Deinen beruflichen Einstieg optimieren und in weitere Tätigkeitsfelder eintauchen.

Du findest Fach- und Führungskräfte mit wissenschaftlicher Qualifizierung in folgenden Bereichen der Agrarwirtschaft:

  • landwirtschaftliche Betriebe
  • Energiesektor
  • Forschung und Entwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Bildung
  • Unternehmensberatung

Das Angebot für agrarwirtschaftliche Studiengänge wird von Universitäten und Hochschulen getragen. In der Regel musst Du das Abitur erreicht haben, um Dich erfolgreich an einer Universität bewerben zu können. Für Deinen Fachhochschulzugang benötigst Du das sogenannte Fachabitur oder einen berufsbildenden Abschluss, den Du beispielsweise über eine Fortbildung erlangt hast.

Hier ein paar Beispiele für die Schwerpunkte bei der akademischen Ausbildung in der Landwirtschaft:

  • Agrartechnik und -informatik
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus
  • Internationale Landwirtschaft
  • Agrarmanagement
  • Umweltwissenschaften

Nach Deinem Hochschulabschluss arbeitest Du zwischen wissenschaftlicher Forschung und landwirtschaftlicher Praxis. Akademisch gebildete Fachkräfte sind auf dem internationalen Markt stark gefragt, sodass Dir ein absolviertes Studium die Chance auf eine internationale Karriere eröffnet.

 So wirst Du zum landwirtschaftlichen Ausbilder

Wenn Du einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb führst und gerne Nachwuchskräften eine Ausbildung in der Landwirtschaft bieten möchtest, gibt es ein paar Dinge zu beachten: Dein Unternehmen muss zunächst als Ausbildungsbetrieb anerkannt werden. Bundesweit regelt das Berufsbildungsgesetz (BBiG) die Voraussetzungen, die ein Betrieb für eine solche Anerkennung erfüllen muss. Dazu gehört, dass die Räumlichkeiten Deines Betriebes für die Berufsausbildung geeignet sein müssen. Zudem muss ein zugelassener Ausbilder in Deinem Betrieb die Ausbildung leiten und den Azubis als kompetente Ansprechperson dienen. Zuständig für die Prüfung Deines Betriebes ist die örtliche Industrie- und Handelskammer. Dort hilft Dir ein Ausbildungsberater beim Antragsverfahren.