5 Merkmale eines Top-Ausbildungsbetriebs


5 Merkmale eines Top-Ausbildungsbetriebs

Um den richtigen Ausbildungsberuf zu finden, wird meist intensiv recherchiert. Aber wenn es um den Arbeitgeber geht, nimmt man meist einfach das, was man kriegen kann. Und das kann dann zu einem Mega-Flop werden. Aber wie erkennst Du, ob ein Unternehmen etwas für Dich ist? Wir von azubify.de haben die  5 Merkmale eines Top-Ausbildungsbetriebs zusammengestellt.

Hand auf’s Herz:  Wie lange hast Du gebraucht, um den perfekten Beruf für Dich zu entdecken? In der Regel ist das eine Sache, die die meisten sich sorgfältig überlegen. Sobald der Traumjob endlich herausgetüftelt ist, starten viele direkt mit der Bewerbung – und das oft ziemlich wahllos. Vielleicht ist dies eine Ursache für die stetig zunehmende Zahl der Ausbildungsabbrüche? Denn aktuell schmeißt jeder vierte Azubi irgendwann hin. Eine beunruhigende Zahl. Neben falschen Berufsvorstellungen sind häufig eine geringe Ausbildungsqualität, ungünstige Arbeitsbedingungen oder Konflikte mit Vorgesetzten die Ursachen.

Dabei kann so etwas gut vermieden werden: Es gibt einige Merkmale, mit deren Hilfe Du gut sondieren kannst, ob das Unternehmen und Du auf einer Wellenlänge liegen. Die folgenden Abschnitte geben Dir Aufschluss über die fünf wichtigsten Punkte, die Du bei der Wahl Deines zukünftigen Arbeitgebers berücksichtigen solltest.

Aussicht auf echte Perspektiven

Ein guter Ausbildungsbetrieb garantiert Dir echte berufliche Chancen und Perspektiven. Und damit ist nicht nur gemeint, ob Du nach Deiner Abschlussprüfung ein Übernahmeangebot erhältst.

Top-Ausbildungsbetriebe zeichnen sich nicht ausschließlich durch die Qualität der vermittelten Ausbildungsinhalte aus, zu der eine gute Mischung aus Theorie und Praxis gehört. Sondern eben auch dadurch, dass sie Dir schon während der Ausbildung viele Türen öffnen. Etwa indem Du speziell gefördert wirst und man Dir interessante Seminare und Lehrgänge ermöglicht. Und zwar kostenlos! Denn schwarze Schafe versuchen gerne einmal, Kosten für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter abzuwälzen.

Flexibilität bei Arbeitszeit und Urlaub

Bevor es mit der Ausbildung so richtig losgeht, macht man sich um die „kleinen Details“ keine Gedanken – aber gerade die können später eine große Brisanz bekommen und für jede Menge Frust auf beiden Seiten sorgen. Der Klassiker sind beispielsweise dringende private Termine. Denn in manchen Betrieben ist eine exakte Arbeitszeit regelrecht heilig. Mal ausnahmsweise später kommen oder früher gehen? No way! Diese starren Vorgaben können gerade bei wichtigen Arztterminen schnell zu einer Nervenprobe werden.

Wer sich solch einen Stress ersparen will und auch ansonsten eher der Typ ist, der seine Zeit gerne flexibel gestaltet, der sollte sich die Arbeitszeitregelungen genau ansehen. Ein Entgegenkommen des Arbeitgebers bei dringenden Angelegenheiten ist sehr vorteilhaft. So lassen sich Arzttermine und Behördengänge problemlos einbauen. Das Zauberwort ist hier oftmals „Gleitzeit“. Check also in Deinem Vertrag, ob Du in der glücklichen Lage bist, den Anfang und Schluss Deiner Arbeit bei Bedarf verschieben zu können.

Übrigens lohnt es sich ebenfalls, sich über die gängigen Urlaubsregelungen schlau zu machen: Wie großzügig ist der Betrieb in Bezug auf die Anzahl der Urlaubstage? Gesetzlicher Mindeststandard oder mehr? Hast Du Anspruch auf Sonderurlaub, z.B. wenn Du umziehst? Musst Du Dir an bestimmten Tagen zwingend freinehmen, wenn es Betriebsferien o.ä. gibt? Für Fans von Spontanurlaub kann dieses Thema leidig werden.

Wertschätzung der Arbeitsleistung

Für die einen sind Angestellte und Auszubildende nur „Betriebskapital“, das sich ordentlich ins Zeug zu legen hat, ohne Dinge zu hinterfragen. Für die anderen ein Team, mit dem man gemeinsam die Unternehmensziele umsetzen will. Mal ehrlich: Wie willst Du als Azubi gesehen werden?

Jedes Unternehmen hat nämlich seine eigene Firmenphilosophie, die sich beispielsweise im Umgangston oder beim Gehalt widerspiegelt. Wenn Du planst, Dich bei einem bestimmten Betrieb zu bewerben, können Dir die präsentierten Werte und das Leitbild auf der Website einen Anhaltpunkt bieten. Diese zeigen, ob das Unternehmen wirklich ein Top-Ausbildungsbetrieb für Dich wäre, bei dem die Qualität der Ausbildung stimmt. Das beinhaltet nämlich auch eine individuelle Betreuung sowie ein wertschätzendes, motivierendes Feedback, das Dich voranbringt.

Check bei Gelegenheit die Gehaltsstudien im Internet, ob Deine Bezahlung auch wirklich passt. Vielleicht hast Du sogar die Möglichkeit, im Unternehmen mit Azubis zu reden. Ansonsten lohnt ein Blick auf Online-Bewertungsportale.

Ausstattung und Gestaltung der Arbeitsplätze

Wer nach seinem Vorstellungsgespräch (Das übrigens bereits zeigen kann, wie die Leute im Unternehmen so ticken!) eine Führung durch den Betrieb angeboten bekommt: Mitmachen! Denn so bekommst Du einen direkten Einblick, wie Dein künftiger Arbeitsplatz ausgestattet ist. Alte Rechner, 70er-Jahre-Vorhänge, ein trister Gemeinschaftsraum mit wackeligen Stühlen? Nein danke!

Attraktive Ausbildungsbetriebe achten darauf, dass die Arbeitsplätze optimal und modern gestaltet sind. Außerdem sind ansprechende und sinnvoll geplante Pausenräume und Teeküchen wichtiger, als man zunächst denken würde.

Last – but not least: Das Arbeitsklima

Bei der Wahl des Ausbildungsplatzes sollte auch ein gutes Betriebsklima eine wichtige Rolle spielen. Schließlich sind Streit mit Vorgesetzten oder Ärger mit Kollegen häufige Gründe für den Abbruch der Ausbildung. Kein Wunder, denn wenn es ständig rumort und zu Streitereien kommt, kann die Arbeit schnell zur Qual werden.

Top für einen ersten Einblick sind daher Praktika und Probetage. Da bekommt man schnell mit, wie das Klima ist. Ebenso hilfreich ist meist das Vorstellungsgespräch: Wirst Du mit den Gesprächspartnern nicht warm? Dann besser Vorsicht! Ansonsten sind auch hier Arbeitgeber-Bewertungsportale und Social-Media-Kanäle interessante Quellen.

Ein ultimativer Tipp zum Schluss: Clevere behalten die Stellenanzeigen im Auge – in den Zeitungen und auch im Internet. Betriebe, die oft ausschreiben müssen, haben häufig eine hohe Fluktuation. Und das kann durchaus ein Indiz für ein ungutes Arbeitsklima sein.

 

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