Ausbildung zum Astronaut – geht das eigentlich?


Astronaut werden - wie geht das?

Heute ist Weltraumforschungstag!

Heute, am 20.07.2018, findet der Weltraumforschungstag statt. Ein internationaler Gedenktag, der an die Mondlandung 1969 und die Sonde auf dem Mars im Jahre 1976 erinnern soll. Dabei geht es in der Weltraumforschung nicht nur darum, entfernte Planeten zu erobern, sondern auch darum, den Weltraum durch Fernbeobachtung oder Sondierung zu erforschen und zu entdecken. Aber auch darum, hier bei uns Experimente und Versuche durchzuführen, um die Welt über der unseren besser verstehen und erklären zu können.

Vielleicht interessierst auch Du Dich für den Bereich der Weltraumforschung oder willst sogar Astronaut werden und träumst von einem Berufsleben im Weltraum? Klar, dieses Ziel mag zunächst Lichtjahre entfernt erscheinen, aber bei deiner Berufswahl kannst du eine solche Leidenschaft durchaus miteinfließen lassen.

Aber eine Ausbildung zum Astronauten, gibt es das überhaupt? Und geht das so einfach? Und welche ähnlichen Berufe und Alternativen gibt es, wenn Du Dich für die unendlichen Weiten des Weltraums interessierst?

Wie werde ich Astronaut?

Blickst Du auch gerne zu den Sternen und wünschst Dir, einmal dort oben nach fremden Planeten zu suchen und unbekannte Welten zu erforschen? Dann bist Du vielleicht der geborene Astronaut. Aber was sich schwerelos anhört, ist alles andere als leicht. Du kannst nicht einfach nach der Schule den Beruf Astronaut wählen und loslegen.

Astronaut werden – gar nicht so einfach.

Erst einmal musst Du ein Studium in den Bereichen Biologie, Physik, Chemie oder Ingenieurwissenschaften absolvieren. Auch Berufserfahrung in einem der Bereiche ist von Vorteil. Nach dieser Zeit kannst Du einen Eignungstest absolvieren. Hier wird u.a. viel Wert auf Deine körperliche und geistige Fitness gelegt. Gut ist auch, wenn Du Erfahrungen im Handwerk hast oder vielleicht sogar schon Flugstunden genommen hast. Alles Pluspunkte, die Dich beim eigentlichen Auswahlverfahren für die Ausbildung zum Astronauten nach vorne bringen können. Hast Du es geschafft, wirst Du vier Jahre ausgebildet und für den Weltraum fit gemacht. Alles andere als ein Zuckerschlecken, denn was von hier unten so leicht aussieht, ist wirklich harte Arbeit und ein schwerer Job.

Die Ausbildung zum Astronauten

Ja, natürlich gibt es eine spezielle Ausbildung für Astronauten. Und natürlich kann es auch für Dich eine realistische Chance geben. Doch von der Vorstellung einer einfachen Lehre solltest du dich besser von vornherein verabschieden. Denn Du musst in jedem Fall viele Fähigkeiten und Kenntnisse mitbringen, mal abgesehen davon, dass auch Dein Körper hierfür gemacht sein muss. Spätestens in der Ausbildung wird es dann ernst. Du musst Trainings in der Schwerelosigkeit absolvieren, musst Tauchtrainings bestehen und Englischkurse besuchen. Viele Lehrgänge bilden Dich in den verschiedensten Forschungsbereichen aus und machen Dich fit für die bevorstehenden Aufgaben. Über vier Jahre wirst Du entweder bei der ESA (Europäischen Weltraumorganisation) oder der NASA (Nationalen Aeronautik- und Raumfahrtbehörde) auf Herz und Lunge geprüft und auf die Herausforderungen im Weltall vorbereitet. Meist arbeitest Du dann später auch für die Behörde, bei der Du die Ausbildung absolviert hast.

Alternativen zum Astronaut – wie kann ich trotzdem mit dem Weltraum arbeiten?

Keine Angst, auch wenn Du jetzt vielleicht feststellst, dass der Beruf des Astronauten doch nicht so ganz Dein Weg ist, Du aber noch immer Sehnsucht nach den Sternen hast. Es gibt Alternativen. Es gibt viele Wege zu den Sternen, und auch viele Wege, mit ihnen zu arbeiten. Hier noch ein paar alternative Berufszweige, die eventuell zu Deinen Vorlieben und Interessen passen könnten:

  • Astronom
  • Naturwissenschaftler (Bereich Weltraum)
  • Verwaltungsfachangestellter (Schwerpunkt Weltraum)
  • Luft- und Raumfahrtingenieur
  • IT-Experte oder Techniker (für die Raumfahrt)
  • Architekt (Bereich Raumfahrt)
  • Mediziner (Spezialist für die Weltraumforschung)
  • Biologe, Wissenschaftler o.ä. (für die Erforschung des Weltalls)

Nicht nur direkt unter den Sternen kannst Du Deinen Interessen beruflich nachgehen, auch hier auf der Erde gibt es für Dich viel zu erleben und zu entdecken. Und bestimmt findest Du hier einen passenden Beruf für Dich.