Auswandern nach der Ausbildung: Wenn die Ferne ruft!


Auswandern nach der Ausbildung

Du hast Deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und es zieht Dich in ein fernes Land? Viele junge Menschen träumen vom Auswandern. Neue Berufserfahrung sammeln und dabei die Welt bereisen. Vor dem Leben in der Fremde stellen sich viele Fragen: Welches Land? Brauche ich ein Visum? Wie finde ich Arbeit? Wir von azubify geben Dir gerne den ein oder anderen Tipp zum Thema Auswandern nach der Ausbildung.

Auswandern nach der Ausbildung: Die Welt entdecken

Auswandern klingt erst mal nach einem großen Abenteuer, neuen Bekanntschaften und nach einer unglaublich guten Möglichkeit ein neues Leben zu entdecken. Wen es ins Ausland zieht, der sollte allerdings nicht komplett planlos seine neue Zukunft starten. Im Vorfeld solltest Du Dir überlegen, welche Aspekte Dir persönlich wichtig sind. Möchtest Du eine Zeit im Ausland als Weiterbildung oder Karrieresprungbrett benutzen? Brauchst Du hauptsächlich mal einen Tapetenwechsel nach der Ausbildung und gehst Du eher mit Urlaubsgefühlen an die Sache? Wenn Du Dich „für immer“ aus Deutschland verabschieden möchtest, dann steht noch Einiges auf Deiner To-Do-Liste, bevor Du Dich in den nächsten Flieger setzen kannst.

Arbeiten als Auswanderer – Die deutsche Ausbildung

Wenn Du im Ausland nicht irgendeinem Kellnerjob nachgehen möchtest, dann solltest Du Dich darüber informieren, was Du mit Deinem deutschen Abschluss anfangen kannst. Universitätsabschlüsse werden in EU-Ländern nach dem Bachelor- oder Master-System vergeben. Das heißt, im EU-Ausland können potenzielle Arbeitgeber leicht bewerten, ob Du den Anforderungen entsprichst. Anders sieht es bei Ausbildungsberufen aus. Zwar genießen vor allem deutsche Handwerker im Ausland einen ausgezeichneten Ruf, dennoch musst Du Deinen Abschluss anerkennen lassen. Teilweise sind beglaubigte Übersetzungen notwendig. Hier kommt es auf die entsprechende Behörde an, ob Du die Übersetzungen vor Ort oder in Deutschland anfertigen lassen kannst. Wenn Du Dich für ein bestimmtes Land entschieden hast, solltest Du Dich weitergehend informieren, welche Regelungen bestehen.

Tipps für Auswanderer: Die besten Länder

Ob Spanien, Neuseeland, Kanada oder Australien – zukünftige Auswanderer haben viele Möglichkeiten. Unterschiedliche Länder bieten unterschiedliche Vorteile, je nachdem, welchen Beruf Du ausüben möchtest. Vor allem für EU-Bürger ist eine Auswanderung gar nicht so schwer. Auswanderer entscheiden sich gerne für ein Leben in der EU. Du darfst uneingeschränkt reisen und kannst ohne größere Hindernisse einen Job mit Deinem deutschen Abschluss finden. Übrigens: EU-Länder gibt es auch in Übersee, wie beispielsweise französische oder portugiesische Inseln. Für alle anderen Länder musst Du Dich um ein Visum kümmern. Die Visa-Bestimmungen sind von Land zu Land unterschiedlich, deswegen solltest Du Dich vorab genauer erkundigen. Besonders glücklich können sich Besitzer einer Greencard schätzen. Damit ist es möglich, uneingeschränkt in den USA zu leben und zu arbeiten. Kaufen kannst Du eine Greencard allerdings nicht.

Bei der Auswanderung kommt es natürlich auch auf die Sprache an. Je nach Beruf brauchst Du gute Sprachkenntnisse. Bei der Auswahl des Landes solltest Du noch auf weitere Faktoren achten. Zum Beispiel: Wie ist die politische Lage vor Ort? Wie ist die medizinische Versorgung im neuen Land? Wie stabil ist die Wirtschaft? Welche Impfungen sind notwendig?

Auswandern: Das sind beliebte Möglichkeiten

Um in einem fremden Land an einen Job zu kommen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Wer sich nicht festlegen möchte, kann sich auf Praktikumsstellen bewerben. Hier bekommst Du zeitlich begrenzt einen guten Einblick in ausländische Unternehmen und kannst gleichzeitig super viel Erfahrung sammeln, die sich garantiert gut im Lebenslauf machen. Besonders beliebt als Job im Ausland ist außerdem eine Arbeit als Au-Pair. Hier lernst Du eine fremde Kultur direkt in einer Gastfamilie kennen. Leichte Hausarbeiten und die Betreuung von Kindern werden mit Kost, Logis und einem Taschengeld entlohnt. Wer auf Zeit auswandern möchte, der hat unter Umständen die Möglichkeit, ein Sabbatjahr oder auch Sabbatical in Anspruch zu nehmen. Da es keinen gesetzlichen Anspruch darauf gibt, muss ein Sabbatical beim Chef angesprochen werden. Wenn’s klappt, dann bekommst Du weiterhin einen Teil Deines Gehaltes und bist über den Arbeitgeber kranken- und sozialversichert. Vielleicht hat Dein Arbeitgeber auch Firmensitze im Ausland, dann kann auch eine Entsendung möglich sein, während der Du für einen festgelegten Zeitraum im ausländischen Unternehmen arbeiten darfst.

Auswanderung nach der Berufsausbildung: Vor- und Nachteile

Es gibt natürlich viele Vorteile, einige Zeit im Ausland zu arbeiten. Heutzutage sind Auslandssemester Standard und werden von Unternehmen im Lebenslauf gerne gesehen. Du hast während Deines Auslandsaufenthalts Zeit, eine neue Sprache zu lernen und Dich mit anderen Kulturen vertraut zu machen. Das sind auf jeden Fall Vorteile für Deine weitere Karriere. Natürlich bestehen beim Auswandern aber auch Nachteile. Was ist, wenn Du im Ausland keinen Job bekommst? Oder wenn Du merkst, dass die Kultur und die Mentalität Dir einfach fremd sind und Du Dich nicht wohlfühlst? Es ist von daher ratsam, erst mal einen langen Urlaub zu machen, bevor man sich wirklich für die endgültige Auswanderung entscheidet.

Auslandsjobs und die wichtigsten Tipps

Auch bei der Jobauswahl solltest Du Dir überlegen, ob Du Deine Karriere noch im Blick hast. Wenn Du wirklich erfolgreich durchstarten willst, solltest Du auch im Ausland einen Job annehmen, der Dich auf Deinem Gebiet weiterbringt. Wer sich „nur“ eine Auszeit gönnt, der kann natürlich auch einfach Work-and-Travel-Angebote, Freiwilligenarbeit oder ähnliche Jobs annehmen. Das Allerwichtigste ist, die Finanzen im Blick zu behalten, Steuerfragen zu klären und über eine Krankenversicherung zu verfügen.

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