Jobsuche nach der Ausbildung: Tipps zum Neuanfang


Jobsuche nach der Ausbildung: Tipps zum Neuanfang

Ausbildung geschafft – aber was dann? Das ist ein typischer Gedanke, der Azubis im dritten Lehrjahr durch den Kopf geht. Welche Optionen Du bei der Jobsuche nach der Ausbildung hast, verrät Dir das Team von azubify.de.

Wenn der Abschluss Deiner Ausbildung naht, hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder gerätst Du in Panik – oder Du entwickelst schon frühzeitig einen Plan für die Zeit danach. Denn der Einstieg ins „echte“ Berufsleben ist ein ganz entscheidender Schritt, der mit ein paar Vorüberlegungen einfach besser über die Bühne geht.

Übernahme nach der Ausbildung

Für viele Unternehmen ist es obligatorisch, ihre Azubis nach der Abschlussprüfung weiter zu beschäftigen – zumindest für eine gewisse Zeit. Darauf solltest Du Dich aber nicht zu sehr versteifen, denn aus betriebsbedingten Gründen kann ein erfolgreiches Übernahmegespräch auch nicht aufgehen.

Frage deshalb rechtzeitig nach, wie Deine Perspektiven im Unternehmen stehen. Ein halbes Jahr vor Ausbildungsende ist meist ein guter Zeitpunkt. Übernahme oder eher nicht? So hast Du im Fall der Fälle noch genug Zeit, um einen Job zu suchen. Also keine falsche Scheu!

Arbeitgeberwechsel meistern

In einigen Fällen gelingt eine gewünschte Übernahme nicht, auch wenn die Ausbildung erfolgreich beendet wurde. Häufig sind betriebsinterne Gründe die Ursache, etwa weil an neuen Stellen gespart werden muss. Auf der anderen Seite kann es durchaus vorkommen, dass Du feststellst, dass Du bei einem neuen Arbeitgeber einsteigen möchtest. Vielleicht weil Du umziehst, Dir das Arbeitsklima nicht gefallen hat oder Du einfach mal einen Tapetenwechsel brauchst.

Je eher Dir so etwas klar ist, desto besser. Immerhin ist die Jobsuche nach einer abgeschlossenen Ausbildung eine Angelegenheit, die etwas Strategie erfordert. Wichtig ist in jedem Fall, dass Du rechtzeitig im Betrieb nach einem qualifizierten Abschlusszeugnis fragst, in dem Deine Aufgaben und die Bewertung Deiner Arbeitsleistungen aufgeführt sind. Dieser Nachweis ist für Deine Bewerbungen sehr wichtig.

Bewerbungsstart: Nach offenen Stellen suchen

Die erste Anlaufstelle, wenn es um einen neuen Job geht, sind natürlich auch für Azubis die Stellenanzeigen. Im Internet gibt es jede Menge Online-Stellenbörsen, die über praktische Filter- und Alert-Funktionen verfügen. Auch die Agentur für Arbeit hat ein umfangreiches Bewerbungsportal. Über die Suchmaschinen findest Du zudem Stellenausschreibungen, die direkt auf den Unternehmenswebseiten stehen und teilweise nicht an anderer Stelle veröffentlicht werden. Der Klassiker sind die Stellenanzeigen in den Tageszeitungen, die meist am Wochenende publiziert werden. Auch hier lohnt immer wieder ein Blick. Wenn Du schon ein spezielles Unternehmen im Auge hast, solltest Du es darüber hinaus auf jeden Fall mit einer Initiativbewerbung probieren.

Mit Deiner Bewerbung überzeugen

Hier bitte nichts überstürzen! Die Bewerbung sollte Hand und Fuß haben und auf keinen Fall schluderig wirken. Sammle deshalb rechtzeitig alle wichtigen Unterlagen zusammen, dazu zählen Schul- und Arbeitszeugnisse, dein Zwischenprüfungs- und Abschlusszeugnis sowie eventuelle Praktikumsbescheinigungen. Und: Ohne Anschreiben und Lebenslauf geht es natürlich nicht. Achte darauf, dass beide Dokumente gut strukturiert und fehlerfrei sind. Schickst Du eine Bewerbung online, so achte auf gut lesbare Scans.

Unterbrechungen im Job sinnvoll nutzen

Manchmal dauert es etwas, bis man einen neuen Job findet. Hier gilt dann: Bloß nicht in Panik geraten! In jedem Fall solltest Du Dich dann als allererstes arbeitslos melden. Denn Du hast durch die Ausbildung ein Anrecht auf Arbeitslosengeld – und zwar 60 Prozent der Ausbildungsvergütung. Wenn Du Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern möchtest, kannst Du Dir Praktika suchen, einige Zeit im Ausland verbringen und so entsprechende Erfahrungen sammeln. Diese Erfahrungen werden Dir den Berufseinstieg nach der Ausbildung erleichtern.

Berufswechsel: Auf zu neuen Ufern

Gehörst Du zu denen, die festgestellt haben, dass der gelernte Job doch nicht zu Dir passt? Das passiert gar nicht mal so selten, etwa 48 Prozent der Azubis machen einen Berufswechsel, wenn sie die Ausbildung abgeschlossen haben. Kein Drama, wenn Du das plausibel begründen kannst. Heutzutage sind Lebensläufe nur noch selten „stromlinienförmig“. Und die gelernten Ausbildungsinhalte können auch in anderen Bereichen nützlich sind.

Häufig fällt auch die Entscheidung, im Anschluss an die Ausbildung doch ein Studium aufzunehmen, um so die Karrierechancen zu verbessern. Neben dem klassischen Vollzeitstudium hast Du die Option, ein Fernstudium aufzunehmen und dieses durch einen Job zu finanzieren.

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