Nach der Ausbildung: Start-up gründen


Nach der Ausbildung: Start-up gründen

Deine Abschlussprüfungen hast Du bestanden und Dein Kopf steckt voller innovativer Ideen? Perfekt. Wie wäre es dann, nach der Ausbildung Dein eigenes Start-up zu gründen? Die wichtigsten Eckpunkte für eine erfolgreiche Unternehmensgründung haben wir von azubify.de für Dich zusammengestellt.

Das Zauberwort ist in diesem Fall „Start-up“. Vor allem in den boomenden Bereichen Digital und Technologie machen Start-up-Unternehmen Furore. Aber was ist ein Start-up eigentlich genau?

Die Start-up Szene boomt!

Das Gründen von Unternehmen ist nichts Neues. Der kleine aber feine Unterschied bei Start-ups ist jedoch, dass hier stets innovative Geschäftsideen dahinterstecken. Also Produkte oder Dienstleistungen, die die Kunden begeistern werden. Durch die zu erwartende hohe Nachfrage ist der Unternehmenserfolg dann auch schon oftmals vorprogrammiert.

Start-up-Gründer: Was sollten sie mitbringen?

Direkt nach der Ausbildung ein Start-up gründen – geht das? Ja, klar! Du solltest auf jeden Fall das nötige Gründerpotenzial mitbringen und mit den folgenden Punkten gut umgehen können:

  • Stress
  • Hohe Verantwortung
  • Längere Durststrecken überwinden
  • Rückschläge wegstecken
  • Andere Menschen begeistern und leiten
  • Risikobereitschaft

Sechsmal „Ja!“? Perfekt, dann hast Du definitiv das „Unternehmer-Gen“. Denn sollten Dir diese Bedingungen Probleme bereiten, dann können sie Dich über Kurz oder Lang belasten. Wenn Du Dir nicht sicher bist, sind Stärken-Schwächen-Analysen oder Gründertests hilfreich.

Start-up Idee: Zu Beginn ist Deine Kreativität gefragt

Einige Start-up Gründer stoßen ganz zufällig auf eine Marktlücke und die Geschäftsidee ergibt sich von selbst. Viele Start-up-Ideen entstehen hingegen beim Brainstorming. Unterstützende Tools zur Ideenfindung sind beispielsweise MindMaps.

Tipp: Entwickle die Idee am besten im Gespräch mit Freunden oder Bekannten. So erhältst Du sofort nützliches Feedback. Und bitte: Formuliere die Idee schriftlich in maximal 3-5 Sätzen; wenn das nicht klappt – weiter überlegen!

Geschäftsmodell entwickeln: Nun wird es ernst

Jetzt kommt der nächste wichtige Schritt: Das konkrete Geschäftsmodell. Hier geht es um die Realisierbarkeit Deiner genialen Idee. Arbeite genauer aus, welches Dein Angebot sein soll und wo der Nutzen für die Kunden liegt. Wie setzt sich Dein Team zusammen? Sind Mitarbeiter mit speziellen Fähigkeiten nötig, etwa um Kunden zu gewinnen? Brauchst Du Partner? Wie sieht es mit Punkten wie Kostenstruktur, Produktion, Vertrieb, Marketing & Co. aus? Lässt sich ein Lean Start-up realisieren? All diese Fragen solltest Du in Deine Überlegungen mit einfließen lassen.

Eine weitere wichtige Vorüberlegung bei der Erstellung Deines Business-Modells ist übrigens gute Recherche: Welche Bedingungen bestehen am Markt? Welches ist Deine Kunden-Zielgruppe? Welches sind die Mitbewerber? Und was kannst Du besser als sie?

Als Nächstes solltest Du einen Businessplan erstellen. Er sollte realistisch sein und vermitteln, wie sich das Start-up im Hinblick auf Produktionszahlen, Umsätze, Gewinne und Wachstum entwickeln soll und welches Dein Finanzierungsbedarf ist. Einen Finanzplan zu erstellen verschafft Dir selbst einen guten Überblick und hilft Dir, Geldgeber zu finden.

Geld für Gründer, damit der Start klappt

Einige Unternehmer fangen lieber erst einmal vorsichtig an, indem sie ihren neuen Betrieb als Nebengewerbe anmelden. Doch wenn Du hauptberuflich gründest, ist die Frage der Finanzierung meist entscheidend. Es lohnt sich, den Businessplan Deiner Hausbank vorzulegen; alternativ gibt es andere Finanzierungsoptionen, die Du abchecken kannst. Auf diese Möglichkeiten lohnt es sich, einen Blick zu werfen:

  • Erfahrene Unternehmer aus der Branche als Investoren
  • Staatliche oder regionale Förderungen für Gründer
  • Crowdfunding-Plattformen

Rechtsform: Welche ist die richtige?

Eine letzte Überlegung solltest Du unbedingt noch anstellen: Welche Rechtsform ist die beste für Dein Start-up? Denn die Entscheidung z.B. ein Einzelunternehmen zu gründen oder eine Kapitalgesellschaft hat Konsequenzen für die Haftung.

Im Klartext: Holst Du Dir für ein paar Euro einen Gewerbeschein, dann haftest Du bei einem Fehlschlag mit Deinem Privatvermögen. Das gleiche Prinzip gilt für eine GbR. Mehr Aufwand bedeutet die Gründung einer GmbH oder einer KG, doch ist hier die Haftung beschränkt. Ein Start-up im Team ist also eine Überlegung wert.

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