Spartipps für Azubis: So machst Du das Beste aus Deinem Gehalt


Endlich: Schule ist fertig, erster eigener Job, erstes eigenes Geld, eigene Wohnung – jetzt kann es losgehen mit dem richtigen Leben! Freust Du Dich auch darauf? Klar, ist ja auch super, aber meist stellt man ganz schnell fest, dass das Azubi-Gehalt eben doch nicht für alles ausreicht, worauf man Lust hat oder sich gönnen möchte. Durchschnittlich haben Auszubildende zwar ein Einkommen von 908 Euro, aber davon können z.B. Friseure und Schornsteinfeger nur träumen. Wir von azubify verraten Dir in diesem Beitrag, wie Du am besten Dein Gehalt aufbesserst!

Lass Dein Gehalt doch einfach aufstocken

Lehrjahre sind keine Herrenjahre – behauptet ein altes Sprichwort. In Bezug auf die Ausbildungsvergütung stimmt das allemal. Weshalb viele sich überlegen einen Nebenjob in ihrer knappen Freizeit anzunehmen, um sich doch etwas gönnen zu können. Aber das funktioniert nicht immer, denn Du darfst z.B. maximal 400 € hinzuverdienen und Dein Ausbildungsbetrieb kann ein Veto einlegen! Viele wissen auch nicht, dass für Azubis eine Art BAföG gibt. Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) ist gedacht, um das Gehalt aufzubessern. Ist es Dir beispielsweise nicht möglich, von Deinem Einkommen die Kosten für den Lebensunterhalt, Fahrtkosten oder Essen aufzubringen, dann hast Du höchstwahrscheinlich ein Anrecht auf diese Beihilfe. Beantragen kannst Du die Unterstützung bei Deiner zuständigen Agentur für Arbeit. Ein Versuch lohnt in jedem Fall!

Übrigens: Falls das BAB nicht bewilligt wird (etwa weil es schon Deine zweite Ausbildung ist), solltest Du versuchen, stattdessen Wohngeld zu beantragen! Und halte die Augen offen in Bezug auf relevante Stipendien oder Bildungskredite.

Clevere Tipps, die bares Geld sparen helfen!

Pfiffige sehen aber auch zu, dass ihnen nicht zu viel vom mühsam erarbeiteten Geld aus den Händen flutscht. Denn mit ein paar cleveren Ideen lässt sich bares Geld sparen – das Du dann wieder in coole Konzertbesuche, Kinospaß mit Freunden oder Wochenendtrips investieren kannst. Azubify hat die besten Tipps für Dich zusammengestellt:

  • Ein Gefühl für die eigenen Finanzen bekommen: Das gute, alte Haushaltsbuch. Liste einfach mal genau sämtliche Einnahmen und Ausgaben auf. Das ist das perfekte Mittel gegen spontanes Girokonto überziehen und zeigt, wo vielleicht noch Geld übrig ist.
  • Sei nett zu Deinen Eltern! Denn das lohnt sich in der Regel. Du hast bis zum 25. Lebensjahr ein Anrecht auf Kindergeld, das solltest Du nutzen. Außerdem kannst Du Dich häufig weiterhin über Deine Eltern versichern lassen – vor allem bei der Haftpflicht.
  • Prüfe, welche Versicherungen für Dich wirklich erforderlich sind. Hierbei hilft Dir eine Verbraucherschutzzentrale. Häufig gibt es für Azubis sogar spezielle vergünstigte Tarife. Dies gilt auch in Sachen Krankenversicherung!
  • Vergleiche Tarife. Checke in Ruhe ab, ob Du wirklich den günstigsten Strom- und Gasanbieter nutzt. Generell solltest Du zudem immer darauf achten, möglichst wenig Energie zu verbrauchen (also z.B. keine Geräte im Stand-by-Betrieb) und auch Wasser zu sparen. Bei Handytarifen lohnt ebenfalls ein Vergleich!
  • Besorge Dir einen Schülerausweis. Denn wenn Du ihn vorweisen kannst, erhältst Du in vielen Fällen attraktive Vergünstigungen – vom Kauf von Kinokarten bis hin zu Eintrittsgeldern oder ermäßigten Monatskarten für die Öffis.
  • Geh zu Deinem Arbeitgeber. Manche Ausbildungsbetriebe zahlen auf Nachfrage etwa einen Fahrtkostenzuschuss. Außerdem hast Du ein Anrecht auf den Zuschuss zu den vermögenswirksamen Leistungen. Viele nutzen die Zuzahlung als Basis für einen Bausparvertrag oder die Arbeitnehmersparzulage. Mit beiden lassen sich auch gut Steuern sparen!
  • Besuche Deine Bank. Auch wenn Du kein Geld für einen Aktienfonds übrig hast, ein wenig Sparen ist immer gut. Prüfe, ob sich vielleicht ein Banksparplan oder ein Tagesgeldkonto lohnen. Selbst wenn es noch weit hin ist: Rechtzeitige Altersvorsorge ist das A und O für eine gute Rente.

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