Ausbildung mit Bart – geht das eigentlich?


Ausbildung mit Bart

Jedes Jahr am 18. Oktober wird der Ohne-Bart-Tag gefeiert (Eng.: National No Beard Day), also quasi der Tag der Rasur. Egal, ob Dein Bart ganz frisch sprießt oder von der Länge her an  Gandalf erinnert, heute ist der richtige Tag, um ihn abzurasieren.

Wo genau der Ursprung dieses Tages liegt weiß keiner so genau. Manche Menschen denken, dass er als Vorbereitung auf den „No Shave November“ dient. Denn im November lassen sich viele Männer eine Bart wachsen, um Aufmerksamkeit für Krebspatienten zu erzeugen. Ob dies der Grund ist oder es einfach ein cleverer Trick der Rasierer-Industrie ist – nutzen wir diesen Tag, um etwas genauer über den haarigen Gesichtsschmuck nachzudenken.

In der Ausbildung: Gepflegtes Erscheinungsbild ist ein Muss

Dir wurde wahrscheinlich schon in der Schule erklärt, dass sehr auffällige Accessoires am Körper es erschweren können, einen Job zu finden. Allerdings entwickelt sich die Welt und somit auch das Arbeitsleben immer weiter. Viele Dinge, die vor 20 Jahren noch undenkbar waren, werden heute akzeptiert. Trotzdem wird es Dir mit einem Gesichts-Tattoo wahrscheinlich schwer fallen, einen Ausbildungsplatz zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau zu ergattern. Was geht und was nicht, ist natürlich immer abhängig von der Branche, in der Du Dich bewirbst.

Der Halo-Effekt: Erster Eindruck zählt

Generell ist Aussehen aber oft wichtiger als man denkt. Du hast möglicherweise schon einmal von dem Halo-Effekt gehört – nein, hierbei geht es nicht um das Computerspiel. Der Halo-Effekt ist ein psychologisches Phänomen. Es bedeutet, dass Menschen auf der Basis des ersten Eindrucks, den Du auf sie machst, ihre Beurteilung über Dich fällen. Siehst Du beim ersten Zusammentreffen gut aus und machst einen positiven Eindruck, nehmen Menschen an, dass du noch weitere positive Merkmale hast. Deine Chancen angenommen zu werden, steigen also. Hierbei ist natürlich wichtig, dass Du Dich trotzdem wohlfühlst und nicht das Gefühl hast, eine ganz andere Person zu sein. Im Allgemeinen gilt: Du solltest Dich nicht komplett verstellen, jedoch professionell und gepflegt aussehen.

Macht ein Bart einen guten oder eher einen schlechten Eindruck?

Der Trend geht in den letzten Jahren auf jeden Fall wieder zu mehr Bart, gerade Vollbärte erfreuen sich großer Beliebtheit. Was in der Freizeit als schön gilt, hat bei der Ausbildung nicht immer unbedingt etwas zu suchen. Mehrere Studien belegen, dass Männer ohne Bart öfter angenommen werden im Vergleich zu ihren bärtigen Konkurrenten. Obwohl Männer mit Bart von Managern öfter als kompetent und beherrscht eingeschätzt werden, entscheiden sie sich trotzdem lieber für Bewerber ohne Bart. Woran dies genau liegt, ist nicht bekannt. Eine Annahme dazu ist, dass Menschen, die mehr von ihrem Gesicht preisgeben, ehrlicher wirken.

Bartlos bessere Chancen in bestimmten Branchen

Die schlechte Nachricht für Bartträger: In Jobs, bei denen Präsentieren oder An- und Verkauf im Vordergrund stehen, entscheiden sich Arbeitgeber lieber für Männer mit einer sauberen Rasur. Ebenso sind Deine Chancen bei Versicherungen, Banken und Hotels mit Bart deutlich geringer. Verbieten dürfen Arbeitgeber Bärte nicht, da diese im Gegensatz zu Piercings oder künstlichen Nägeln unter das Persönlichkeitsrecht fallen. Allerdings gibt es gewisse Ausnahmen, wie zum Beispiel spezifische Sicherheitsargumente oder Hygienevorschriften eines Betriebes.

Bart: Ja oder nein?

Möchtest du Deine Chancen auf eine Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle erhöhen, versuche diese Bärte eher zu meiden:

  • Schnauzbart, der an arrogante Filmrollen erinnert
  • Vollbart, der weit unter den Hals reicht
  • Vollbart, der über 5 cm lang ist
  • Ein ungepflegt wirkender Drei-Tage-Bart

Falls Du Dich wirklich ungern von Deinem Bart trennen möchtest, versuche bei der Bartpflege auf folgende Punkte zu achten:

  • Halte den Bart kurz, rasiere den Hals kurz und sauber
  • Lass vor einem Vorstellungsgespräch beim Friseur eine ordentliche Rasur machen
  • Niemals gegen den Strich rasieren, denn das kann dafür sorgen, dass Haare einwachsen
  • Alle rasierten Stellen sollten glattrasiert sein, ein Stoppelbart wirkt unprofessionell

Aber ob mit oder ohne Bart: Erscheine immer gepflegt und professionell, das steigert Deine Chancen in der Arbeitswelt auf jeden Fall.

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