Ausbildung mit Hund – Berufe für Fellnasenfreunde


Welthundetag - Ausbildung mit Hund

Der 10.10.2018 ist Welthundetag. Ein internationaler Ehrentag für eine der beliebtesten Fellnasen der Deutschen. Für viele Menschen ist der Hund mehr als nur ein Haustier. Er ist bester Freund, Familienmitglied und treuer Wegbegleiter für lange Jahre. Grund genug, die felligen Vierbeiner am Welthundetag mit einem extra großen Knochen zu verwöhnen!

Liebst auch Du Hunde über alles und wünscht Dir am liebsten einen Beruf, in dem Du viel Zeit mit den Fellnasen verbringen und mit ihnen arbeiten kannst? Da gibt es mehr Möglichkeiten als Du vielleicht denkst. Nicht für jeden Bereich und jede Richtung gibt es eine spezielle Ausbildung, aber auch als Quereinsteiger hast Du gute Chancen. Was Du machen kannst und welche Qualifikationen Du brauchst, erfährst Du in der nachfolgenden Übersicht.

Tierarzt werden und Hunde heilen

Ein Tierarzt hat auf jeden Fall auch mit Hunden zu tun. Im Gegensatz zu vielen anderen Berufen rund um den Hund gibt es hier eine geregelte Ausbildung. Du musst die allgemeine Hochschulreife erwerben, dann ein Studium der Tiermedizin absolvieren. Die Studiendauer beläuft sich auf mindestens 11 Semester. Da es weniger Plätze als Interessenten gibt, verfügt der Studiengang bezüglich der Zulassung über einen NC (Numerus clausus). Das bedeutet, dass gute bis sehr gute Schulnoten ein Muss sind. Nach dem Studium kannst Du Dich spezialisieren, zum Beispiel auf Haus-und Kleintiere, also auch auf Hunde.

Hunde behandeln als Tierheilpraktiker

Neben dem Tierarzt arbeitet auch ein Tierheilpraktiker viel mit Hunden. Es gibt eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker, allerdings keine geregelte. Das bedeutet für Dich, Du kannst entweder einen Fernstudiengang belegen oder Präsenzunterricht besuchen, die Kosten musst Du aber selber tragen. Eine Ausbildungsvergütung bekommst Du nicht. Die Ausbildung kann zwischen 1 und 3 Jahren dauern. Es ist möglich und durchaus sinnvoll, die Ausbildung zum Tierheilpraktiker parallel zu einer anderen Ausbildung zu machen. So kannst Du beispielsweise eine Ausbildung zum tiermedizinischen Fachangestellten machen und begleitend dazu ein Fernstudium zum Tierheilpraktiker. Eine gute Basis für Deine spätere Selbstständigkeit.

Styling für Fellnasen: der Hundefriseur

Die meisten Hunde brauchen einen regelmäßigen Haarschnitt und gute Pflege für ihr Fell – das gefällt auch Herrchen oder Frauchen besser. Wenn Dein Herz für Hunde schlägt, kann Hundefriseur ein toller Beruf für Dich sein. Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht, aber es gibt zum Beispiel Privatschulen, auf denen Du alle notwendigen Fertigkeiten erlernen kannst. Allerdings musst Du auch hier die Kosten selber tragen. Es bietet sich daher an, die Ausbildung zum Hundefriseur nebenberuflich zu machen. Eine gute Kombination könnte eine normale Friseurausbildung sein, um anschließend oder parallel eine Weiterbildung zum Hundefriseur zu machen.

Sport und Erziehung: der Hundetrainer

Wenn Du Dich mit Hunden auskennst, weißt Du sicherlich, dass es sinnvoll ist, mit den Vierbeinern in die Hundeschule zu gehen. Dort arbeiten Hundetrainer und bringen den Fellnasen einiges  bei. Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht, Du kannst aber über die IHK oder ähnliche Institutionen ein entsprechendes Zertifikat erwerben. Wenn Du zertifizierter Hundetrainer bist, kannst Du dich mit einer eigenen Hundeschule selbständig machen oder angestellt in dem Beruf arbeiten. Auch hier wäre es gut, zweigleisig zu fahren und erst einmal mit einer anderen Ausbildung ein sicheres Standbein aufzubauen, um dann Weiterbildungen zum Hundetrainer finanzieren zu können.

Hundeführer sorgen für Sicherheit

Den Beruf des Hundeführers kannst Du gut mit diversen anderen Ausbildungsberufen kombinieren,  zum Beispiel bei der Polizei, im Sicherheits- oder Wachdienst. Wenn Du hier eine Ausbildung absolviert hast und gern mit Hunden zu tun hast, kannst Du Dich später zum Hundeführer weiterbilden lassen. Diverse Organisationen bieten diese Ausbildung an, die meist nur wenige Tage oder Wochen dauert. Allerdings müssen die Kosten selber getragen werden. Sinn macht es natürlich, diese Ausbildung mit dem Arbeitgeber abzustimmen, vielleicht übernimmt dieser einen Teil der Kosten.

Vielfältige Möglichkeiten zur Arbeit mit Hunden

Auch als Hundesitter, Züchter, Förster oder Schäfer kannst Du mit Hunden arbeiten. Wichtig ist immer, dass Du eine gute und solide Basis hast, da eben nicht jeder Job rund um den Hund eine geregelte Ausbildung mit sich bringt. Da diese allerdings sehr wichtig ist, solltest du Deinen Weg zum Traumberuf mit Hund gut planen, eventuell zweigleisig fahren und Dich über Weiterbildungsmöglichkeiten informieren.

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