Austauschprogramme für Azubis: Ich bin dann mal weg!


auslandsaufenthalt

Für Studenten gehört ein Auslandssemester während der Uni-Zeit inzwischen beinahe schon zum guten Ton. Für Azubis sieht es hier leider etwas mau aus – denkst Du? Falsch gedacht! Tatsächlich gibt es auch für Azubis attraktive Austauschprogramme, die es Dir ermöglichen, einen Teil Deiner Berufsausbildung im Ausland zu verbringen. Wir von azubify verraten Dir, welche Fördermöglichkeiten es gibt.

Einmal einige Monate im Ausland verbringen, Land und Leute hautnah kennenlernen: Davon träumen gerade Berufsanfänger häufig. Du auch? Mit Austauschprogrammen der beruflichen Bildung lässt sich ein Tapetenwechsel auch in Deine Berufsausbildung integrieren. In der Regel stehen diese Angebote allen Azubis offen, die eine duale Ausbildung machen – dazu zählt auch die zweigeteilte Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Passt bei Dir? Bestens! Damit bist Du schon einen großen Schritt weiter in Richtung Auslandsaufenthalt.

Ein Tapetenwechsel hilft Deiner Karriere

Tatsächlich bedeutet ein Auslandsaufenthalt nicht nur jede Menge Fun, sondern ist auch ein cleverer Schritt, um sich beruflich besser zu qualifizieren. Denn Auslandserfahrung wird von Arbeitgebern immer gerne gesehen. Auch Dein Ausbildungsbetrieb profitiert von einem Blick über den Tellerrand: Du verbesserst Deine Sprachkenntnisse, erlebst, wie in anderen Unternehmen gearbeitet wird, knüpfst Kontakte und bringst neue Impulse mit – alles wichtige Punkte, die Du wiederum in Deinem Betrieb einbringen kannst.

Daher ist ein Auslandsaufenthalt sowohl für Azubis als auch für den Ausbildungsbetrieb in der Regel die sprichwörtliche „Win-Win-Situation“. Besonders, weil auch Betriebe, die ein Auslandspraktikum ermöglichen, besser qualifizierte und deutlich motiviertere Bewerber für sich verbuchen können. Insofern solltest Du zuerst einmal in Deinem Betrieb fragen, ob es nicht bereits spezielle Austauschprogramme für Azubis bei Euch gibt.

Austauschprogramme für Azubis: Welche Förderungen gibt es?

Es gibt sowohl Austauschprogramme für Azubis, die noch mitten in der Ausbildung sind, als auch solche, die sich an frischgebackene Absolventen richten. Insofern ist es zunächst einmal an Dir zu entscheiden, wann genau Du Dein Auslandspraktikum absolvieren möchtest. Wir empfehlen allerdings, grundsätzlich zunächst einmal beide Optionen zu checken. Denn es kann durchaus sein, dass Dein Ausbildungsbetrieb wenig begeistert ist, einige Monate auf so einen guten Azubi wie Dich verzichten zu müssen.

Einen Überblick über Azubi-Förderprogramme findest Du auf der Webseite der Nationalen Agentur Bildung für Europa. Die bekanntesten Programme stellen wir Dir hier vor:

  • Lust auf ein Austauschprogramm innerhalb Europas? Dann ist das Angebot des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) etwas für Dich. Um die berufliche Mobilität zu fördern, organisieren Azubi-Gruppen drei- bis zwölfwöchige Aufenthalte in Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Polen, Tschechien und den Niederlanden. Untergebracht wirst Du vor Ort in Jugendherbergen oder bei Gastfamilien.
  • Eine weitere wichtige Anlaufstelle ist Erasmus+. Dieses Programm fördert Auslandsaufenthalte von Azubis – als Ziele stehen bei dieser Förderung 33 Länder zur Verfügung. Das Gesamtbudget der abrufbaren Mittel bei diesem „Schwergewicht“ liegt bei 14,7 Mrd. Euro – gute Chancen, dass auch Du davon profitierst!
  • Auch die örtlichen Industrie- und Handelskammern (IHK) unterstützen Betriebe und Auszubildende in Bezug auf Auslandspraktika, Hier kannst Du Dich nicht nur umfassend zum Thema informieren, sondern findest ebenfalls Ausschreibungen für aktuell vakante Praktika.
  • Bist Du in Kürze fertig mit Deiner Ausbildung und würdest im Anschluss gerne Berufserfahrung im Ausland sammeln? Dann kannst du dich für das Parlamentarische Partnerschaftsprogramm (PPP) bewerben. Jedes Jahr erhalten 300 junge Berufstätige die Chance, die USA kennenzulernen. Vor Ort studieren sie ein Semester an einem College und arbeiten ein halbes Jahr lang in einem Unternehmen ihrer Branche.

Auslandsaufenthalt für Azubis – Tipps für die Organisation

Am besten besprichst Du Deine Pläne zunächst mit Deinem Ausbildungsleiter, denn entscheidend für die Freistellung sind die Zustimmung des Unternehmens und der Berufsschule. Schließlich entscheidet der Betrieb über die Dauer des Praktikums, zudem beziehst Du während der Zeit weiterhin Dein normales Gehalt. Da dies aber höchstwahrscheinlich nicht alle Kosten vor Ort abdecken wird, sind Fördermittel wichtig. Diese kannst Du bereits ab einem Auslandsaufenthalt von zwei Wochen beantragen.

Im zweiten Schritt steht die Wahl des Betriebes im Ausland an: Hilfe bieten Dir die örtlichen Oberstufenzentren oder die IHK, vielleicht hat auch Dein Unternehmen Kontakte, die Du nutzen kannst. Andernfalls solltest Du selbst auf die Suche gehen. Der beste Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt während der Ausbildung ist übrigens nach der Zwischenprüfung, denn Du solltest vor der Abschlussprüfung genügend Luft haben, um den verpassten Unterrichtsstoff nachzuholen.

Bildcredit: Coloures-Pic – https://stock.adobe.com


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