Azubi-Interview: Einblick in den Beruf der Tischlerin


Interview Tischlerin

Sara Wichmann, Tischlerin, 25 Jahre

Sara Wichmann ist nicht die klassische Theoretikerin. Nach dem Abitur absolvierte die heute 25Jährige bereits ein Studium der Landschaftsarchitektur, arbeitete im Anschluss zwei Jahre in einem Planungsbüro. „Dort habe ich Kinderspielplätze entworfen. Doch ich wollte das, was ich zeichne, auch praktisch umsetzen können“, sagt sie. Somit entschloss sie sich, eine Lehre als Tischlerin zu beginnen.

Als Tischlerin Möbel bauen

Passenderweise fing sie in einem Betrieb an, der sich bestens mit dem Bau von Kinderspielplätzen auskennt – die SIK-Holzgestaltungs GmbH in Langenlipsdorf (Niedergörsdorf). „Hier lernt man zunächst, wie die einfachen Formen hergestellt werden. Dazu zählen vor allem Möbel wie Türen, Fenster, Schränke, Vitrinen und mehr.“ Außerdem stehen das Erstellen von technischen Zeichnungen, Werkstoffkunde, Grundlagen der Holzverarbeitung sowie ein Maschinenlehrgang auf dem Lehrplan.

Tischlerin Sara Wichmann
Tischlerin Sara Wichmann bei der Arbeit in der Werkstatt. Foto: Iris Krüger

Möglichkeit zu verschiedenen Praktika

„Die Besonderheit in diesem Betrieb ist, dass man einen Einblick in alle Bearbeitungsfelder bekommt. So erhält jeder Tischler-Lehrling die Möglichkeit, ein vierwöchiges Praktikum im Bereich Holzbildhauerei zu absolvieren“. Außerdem kann man sich für ein Auslandspraktikum bewerben.

Der richtige Betrieb ist entscheidend

Doch für sie hat ein guter Ausbildungsbetrieb noch mehr bemerkenswerte Vorteile: „Hier herrscht eine angenehme, kreative Arbeitsatmosphäre. Unter den Kollegen wird ein freundschaftlicher Umgang gepflegt. Als neue Auszubildende fühle ich mich hier gut aufgehoben. Schon im Vorfeld meiner Lehre wurde ich fürsorglich begleitet und erhielt sogar Unterstützung bei der Wohnungssuche“, sagt Sara Wichmann begeistert. So einen Betrieb empfiehlt man gern weiter.

Jugendliche, die sich für den Beruf interessieren, sollten vor allem Interesse am Werkstoff Holz haben. Und vor allem Mädchen sollten ihre Vorurteile, das es sich um einen Männerberuf handelt, abstreifen und sich einfach trauen.

Allgemeines zur Ausbildung des Tischlers

Berufsbezeichnung: Tischler

Ausbildungsdauer: drei Jahre

Erforderliche Voraussetzungen: Mittlere Reife

Perspektiven für Weiterbildung:

Meisterausbildung, Holztechniker, Forstwirtschaft, Restauration, Studium der Architektur

Mehr erfahren?

Willst du mehr über die Ausbildung als Tischlerin oder Tischler wissen? Das gesamte Berufsbild stellen wir dir hier mit allen wichtigen Infos vor!

Bildcredit: adam121 – AdobeStock


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