Azubi-Interview: Was macht eigentlich eine Fachkraft für Agrarservice?


Interview Fachkraft für Agrarservice

Kevin Lehmann, 19 Jahre Azubi zum Techniker für Agrarservice

Kevin Lehmann ist auf dem Land aufgewachsen. Schon immer gehörten Traktoren und Landmaschinen zu seinem Alltag. Deshalb stand für ihn früh fest, dass er einen Beruf in der Landwirtschaft ergreifen möchte. „Der Beruf der Fachkraft für Agrarservice ist total vielseitig und bietet ganz unterschiedliche Tätigkeiten“, sagt der Wiesenburger. „Das gefällt mir so an diesem Job.“

Selbstständiges Arbeiten ist in der Agrarwirtschaft wichtig

Der angehende Techniker für Agrarservice macht seine Ausbildung bei der Landgut Reppinichen GmbH, der Schwerpunkt liegt vor allem im Umgang mit Landmaschinen und Erntetechnik. Mit Tieren hat man in diesem Beruf eher weniger zu tun, lernt dafür aber viel über den Aufbau von Böden, seine Nährstoffe, verschiedene Abläufe in der Pflanz- oder Saatzeit sowie in der Ernte. „Ich bin froh, einen Ausbildungsbetrieb gefunden zu haben, in dem ich mich wohlfühle“, freut sich Kevin Lehmann. „Mir ist es wichtig, dass die Kollegen und Vorgesetzten nett sind und das Betriebsklima gut ist. Dann kann ich effektiv lernen . Bevor ich meinen Tag beginne, möchte ich bereits wissen, was heute auf mich zukommt. Das wird mir hier ermöglicht, denn ich werde einbezogen und mir wird selbständiges Arbeiten abverlangt. Das zeigt mir auch, dass man mir etwas zutraut.“

Fachkraft fuer Agrar: Kevin Lehmann
Kevin bewegt mit 19 Jahren bereits diesen „Challenger RB 655“, einen Raupentraktor, der bei der Arbeit auf dem abgeernteten Getreidefeld zum Stoppelsturz eingesetzt wird.

Notwendige Eigenschaften: naturverbunden und verantwortungbewusst

Wer Fachkraft für Agrartechnik werden möchte, sollte naturverbunden sein und verantwortungsbewusst mit Maschinen umgehen können. In der Landwirtschaft wird mit moderner, hochwertiger Technik gearbeitet, für die man eine große Verantwortung übernimmt. Zeit, die Natur zu genießen bleibt viel, denn das geschieht während der Arbeit – oft auch stundenlang ganz allein. Jedem, der sich nach einem Ausbildungsbetrieb umsieht, empfiehlt Kevin Lehmann, all das auszuprobieren, um später eine sichere Entscheidung zu treffen. „Mir hat ein Praktikum nur noch bestätigt, was ich schon immer wusste. Fast jeder Betrieb ermöglicht ein Praktikum, das würde ich in jedem Falle nutzen.“

BU: Kevin bewegt mit 19 Jahren bereits diesen „Challenger RB 655“, einen Raupentraktor, der bei der Arbeit auf dem abgeernteten Getreidefeld zum Stoppelsturz eingesetzt wird.
Foto: Michaela Riedel

Allgemeines zur Ausbildung einer Fachkraft für Agrarservice

Berufsbezeichnung: Fachkraft für Agrarservice

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Erforderliche Voraussetzungen:
Fachoberschulreife

Perspektiven/ Weiterbildung:
Fortbildung zum/zur Agrarservicemeister/in Fachschule/Studium der Agrarwissenschaften
zum Techniker, Vorarbeiter oder Ausbilder

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Bildcredit: prudkov – AdobeStock