Azubi-Interview: Was macht eine Verwaltungsfachangestellte?


Interview Verwaltungsfachangestellte

Linda Stanke, Verwaltungsfachangestellte, 21 Jahre

Kontakt mit Menschen – das ist es, worauf Linda Stanke Wert legt. Deshalb entschied sie sich für die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in Oranienburg. „Zusammen mit der Arbeit am Rechner und dem Durchlaufen vieler Abteilungen“ habe sie in der Stadtverwaltung alles unter einem Hut, was sie interessiert, so die 21jährige.

Verwaltungsfachangestellte: Umgang mit Bürgern lernen

Bisher gehörten Personal- und Ordnungsamt zu ihren Ausbildungsstationen. Noch bevor stehen ihr die Wohngeldstelle und der Bereich Liegenschaften. Zu den Ausbildungsinhalten zählen der Umgang mit den Bürgern, Verwaltungsabläufe, die Zusammenarbeit der Abteilungen und natürlich der Umgang mit den verschiedenen Programmen am PC. „Mir gefällt, dass man alle Abteilungen durchläuft“, sagt sie. Dabei merke man schnell, welche Bereiche einem gefallen und liegen und welche eher nicht. Die Ausbildung ist dual ausgerichtet, Theorie und Praxis greifen ineinander. Auf zwei Wochen Arbeit in der Oranienburger Stadtverwaltung folgt eine Woche Berufsschule.

Verwaltungsfachangestellte Linda Stanke
Verwaltungsfachangestellte Linda Stanke an ihrem Schreibtisch im Büro. Foto: Björn Bethe

Sicherer Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst

Linda Stanke hat sich nur in Verwaltungen beworben, wollte unbedingt diesen beruflichen Weg einschlagen. „Mich hat der öffentliche Dienst vor allem wegen dem Kontakt mit Menschen interessiert“, sagt sie. Und auch die Sicherheit des späteren Arbeitsplatzes spielte eine Rolle. Für Oranienburgs Stadtverwaltung fiel die Entscheidung, weil „es hier alles noch übersichtlich ist.“
Dass die Entscheidung die richtige war, daran hat sie keinen Zweifel. Hier werde sich um die Azubis gekümmert und ihnen geholfen.

Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit sind wichtig

Wer sich für eine Ausbildung in dieser Richtung interessiert, sollte vor allem Spaß am Kontakt haben, empfiehlt die junge Frau. Dazu kommen ein souveränes und freundliches Auftreten und im besten Fall natürlich auch Interesse an der oft als „trocken“ angesehenen Tätigkeit in einer Verwaltung.

Das Abitur ist nicht zwingend notwendig, ein guter Realschulabschluss – hier vor allem mit guten Noten in Deutsch und Mathematik – sei ausreichend. Allerdings erleichtert das Abi späteres Weiterkommen, wenn etwa noch ein Studium in Angriff genommen werden soll.

Allgemeines zur Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte

Berufsbezeichnung: Verwaltungsfachangestellte

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Verwaltungsfachangestellter. Die meisten Azubis haben jedoch einen Realschulabschluss oder ein (Fach-)Abitur.

Perspektiven für Weiterbildung:

Nach der Ausbildung warten Posten als Sachbearbeiter in den verschiedenen Bereichen der Verwaltungen. Aufstiegslehrgänge qualifizieren für Posten im Bereich des gehobenen Dienstes, genau wie Studiengänge zum Diplom-Verwaltungswirt.

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Bildcredit: Ioana Davies (Drutu) – AdobeStock