Azubi-Interview: Was macht man als Friseurin?


Interview Friseurin

Sarah Jagodzinski, Auszubildende zur Friseurin, 17 Jahre

Es war im November 2015 bei einer Jobmesse in Wittstock, als sich Sarah Jagodzinski aus Dessow für den Beruf der Friseurin begeisterte. Eigentlich hatte sie andere Ambitionen: Sie wollte “einen Beruf, in dem man viel Geld verdient und nur wenig arbeiten muss“, bekennt sie lächelnd. Aber für Haarstyling hatte sie sich schon immer interessiert.

Mit blauen Haaren zur Jobmesse

Zu dem Zeitpunkt im November vorigen Jahres trug sie ihre Haare blaugefärbt. Die Friseurin am Stand der Figaro GmbH war Sarah Jagodzinski gleich so sympathisch, dass sie sich für eine Lehre in Neuruppin entschied. Sie hat es nicht bereut. Durch das Ausbildungskonzept im Juniorteam wird man stärker gefördert. „Nach drei Monaten hatte ich schon das erste Modell“, erzählt Sarah Jagodzinski stolz.

Friseurin Sarah Jagodzinski
Sarah Jagodzinski verwöhnt eine Kundin mit pflegender Kopfhautmassage. Foto: Barbara Ellmann

Friseurausbildung: Blockunterricht für Fachwissen

13 Wochen im Jahr fährt Sarah nach Wittenberge. Dort lernt sie die theoretischen Grundlagen. Neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Mathematik, Englisch und Sport lernen die angehenden Friseurinnen und Friseure dort alles Fachspezifische wie Haaraufbau, Kopfhautpflege, Produktkunde, Styling, Gesichtsformen, Make up und Contouring. „Die Prüfungen sind schwer“, verrät Sarah, aber sie strengt sich an, denn sie möchte gern nach ihrer dreijährigen Ausbildung von den „Figaros“ übernommen werden.

Aktiv Trends bestimmen als Friseurin

Sarah Jagodzinski fühlt sich im jungen Team ihres Ausbildungsbetriebes in der Karl-Marx-Straße 57 in Neuruppin wohl. Die Siebzehnjährige weiß, was „in“ ist. Die blauen Haare haben ihr inzwischen schon viele nachgemacht. Sarah ist dem Trend immer einen Schritt voraus und trägt ihr langes Haar jetzt bunt gefärbt mit lila und grünen Strähnen. An ihrem Beruf reizt sie, die aktuellen Trends der Mode aufzugreifen und sie typgerecht umzusetzen. „Als Friseurin kann ich den Trend aktiv mitbestimmen“, gibt Sarah Jagodzinski zu bedenken. Im Ausbildungssalon lernen die Lehrlinge an echten Kunden. Das ist eine Herausforderung, denn „im zweiten Lehrjahr müssen wir schon alles schneiden können.“

Beruf Friseur: Mehr als nur Haare schneiden

Sarahs Tipp für alle, die sich überlegen, ob dieser Beruf in Frage kommt: man sollte es nur machen, wenn man Freude daran hat. „Es muss Liebe drin stecken“, verrät Sarah, „denn ein wichtiger Aspekt für die Kundenbindung ist die Individualität der Friseurin.“

Allgemeines zur Ausbildung zur Friseurin/zum Friseur

Berufsbezeichnung: Friseurin/Friseur

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:
Häufig wird ein mittlerer Bildungsabschluss erwartet. Kommunikationsfähigkeit und Kreativität sind wichtig, außerdem handwerkliches Geschick und eine gute Auge-Hand-Koordination.

Perspektiven für Weiterbildung:
Nach der Ausbildung arbeiten Friseure vor allem in Fachbetrieben des Friseurhandwerks. Qualifizierungen sind im Bereich von Hand- und Nagelpflege sowie Kosmetik möglich. Neben dem Erwerb des Meistertitels kann man sich selbstständig machen oder zum Friseurkosmetiker, Maskenbildner oder zum Friseurbetriebswirt qualifizieren.

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Bildcredit: Africa Studio- AdobeStock