Duales Studium 2020: Zeitplanung und Bewerbungsfristen


junger Mann

Das duale Studium wird zunehmend bekannter und beliebter. Interessiert auch Du Dich für diese herausfordernde Kombi aus Studium und Jobund willst nun wissen, wann Du Dich bewerben musst, um einen der attraktiven Plätze zu ergattern? Wir von azubify.de haben für Dich die entscheidenden Infos für Deine ganz persönliche Zeitplanung zusammengestellt. 

Wer sich für ein „normales“ Vollzeitstudium entscheidet, hat später häufig das Problem, dass man nach dem Abschluss womöglich ohne Praxiserfahrung dasteht. Zusätzliche Praktika sind dann meist zwingend erforderlichEin duales Studium bietet da eine tolle Alternative, denn hier sind Praxisphasen in einem Betrieb von vornherein integriert. Deine Vorteile: Du bekommst von Anfang an mit, wie es so im Arbeitsalltag wirklich läuft und hast trotzdem am Ende einen Uni-Abschluss in der Tasche, mit dem Du Dich erfolgsversprechend bewerben kannst. 

Achtung: Vorlaufzeit beachten!

Einziger kleiner Stolperstein: Um sich den Traum vom dualen Studium zu erfüllen, ist ein wenig Planung erforderlich. Denn hier sind die Vorlaufzeiten deutlich länger, schließlich ist auch das Unternehmen involviert, das sich seine Studis gerne aussuchen möchte. Das bedeutet im Klartext: Die Bewerbungszeiträume liegen meist mehr als 13-15 Monate (!) vor Beginn eines dualen StudiumsBei kleineren Unternehmen kann es jedoch schon mal sein, dass die Frist etwas kürzer ist. 

In der Regel verläuft der übliche Bewerbungszeitraum für ein duales Studium vom 1. Juli bis 1. OktoberIn dieser Zeit werden die Stellen ausgeschrieben und Du kannst Deine Unterlagen einschicken. Je nach Unternehmen kann der konkrete Zeitraum jedoch immer ein wenig variieren. Deshalb solltest Du unbedingt vorher recherchieren, welche Fristen für eine Bewerbung bei Deinem bevorzugten Arbeitgeber genau geltenBist Du zu spät, musst Du ein ganzes Jahr auf Deine nächste Chance warten!  

Tipp: Wenn Du mit dem Wintersemester 2020 (Studienbeginn ist meist im Oktober) mit dem Studium loslegen willst, dann wird es möglicherweise sehr knapp und Du solltest Dich beeilen. Bei dieser Ausbildungsform kann es also gut sein, dass Du Dich bereits vor Deinem eigentlichen Schulabschluss um einen Studien bzw. Praktikumsplatz kümmern solltest. 

Die Devise ist hierbei ganz klar: Früh starten lohnt sich! 

Die Bewerberauswahl über Unternehmen oder Hochschulen

Erst nach Ablauf der Ausschlussfrist in der Stellenausschreibung beginnt der eigentliche Bewerbungsprozess, an dessen Ende (meist zum Jahresende) die begehrten Plätze für ein duales Studium vergeben werden. Denn bei der Auswahl nehmen es die Unternehmen sehr genau: Nach einer eingehenden Prüfung der Bewerbungsunterlagen werden die Interessenten meist zu einem Telefoninterview oder einem ersten Vorstellungsgespräch eingeladen. Bei größeren Firmen kann noch ein Assessment Center angesetzt werden. Andernfalls folgen meist weitere Gespräche, um die Bewerber besser kennenzulernen und zu prüfen, wer am besten zum Unternehmen passt. 

Bei der Bewerbung über ein Unternehmen handelt es sich um die häufigste Vergabeweise von Plätzen für ein duales Studium. Möglich ist in einigen Fällen aber auch, sich erst bei der Universität oder Fachhochschule anzumelden und sich anschließend auf die Suche nach einem Praktikumsbetrieb zu machen. Teilweise haben die Unis dann Kooperationspartner, bei denen Du als Erstes Dein Glück versuchen kannst. 

Du hast die große Auswahl an Studiengängen!

Absolventen eines dualen Studiums werden für die Unternehmen als zukünftige Mitarbeiter immer attraktiver, schließlich bist Du in Deinem gelernten Beruf direkt voll einsetzbar. Dieses Interesse zeigt sich auch in der enormen Vielzahl der in Deutschland angebotenen Studiengänge – rund 1.600 sind derzeit vorhanden. Beste Aussichten also, um später Karriere zu machen! 

Aufgrund des immensen Angebots an Studiengängen findest Du sicherlich auch für Dich den perfekten Platz: Von technischen Fachrichtungen wie Informatik und Maschinenbau, über Soziale Arbeit, bis hin zu BWL, ist eigentlich alles dabei. Ein duales Studium im Bereich Betriebswirtschaft wird dabei besonders häufig gewählt – und auch die Unternehmen greifen hier sehr gerne auf entsprechende Nachwuchskräfte zurück. 

Duales Studium fördert begehrte Absolventen

Das duale Studium gibt es bereits seit 1972. Zunächst stieß diese Ausbildungsform allerdings auf eher geringes Interesse. Schulabsolventen, die ein Studium mit Praxisbezug und Theorie absolvieren wollten, gingen vermehrt zu einer Fachhochschule. Doch inzwischen haben viele Unternehmen die Vorteile eines dualen Studiums erkannt und greifen immer häufiger auf diese Alternative zurück, um sich eigene Talente heranzuziehen. 

Kooperiert wird dabei vor allem mit Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien sowie Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien. Bei Universitäten und Fachhochschulen sind die dualen Studiengänge zumeist Ergänzungen des Lehrangebotes. Die typischen Träger sind vorwiegend die Berufsakademien. Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien wiederum sind eher wenig akademisch orientiert. Deshalb können sie beispielsweise einen Bachelor-Abschluss nur dann anbieten, wenn sie mit einer Hochschule kooperieren.  

Passt der Abschluss?

Apropos: Du solltest bedenken, dass es je Bundesland unterschiedlich viele Standorte für Anbieter von dualen Studiengängen gibt (in Städten im Ruhrgebiet gibt es z.B. allein 50 Studiengänge, im Osten sind es dagegen deutlich weniger), die wiederum über verschiedene Zugangsvoraussetzungen verfügen. Informiere Dich also vorab, ob ein Abitur notwendig ist, die Fachhochschulreife zählt oder andere Voraussetzungen für die Zulassung zu einem dualen Studium gelten. 

Du siehst: Eine gute Planung ist in Bezug auf ein duales Studium das A und OAber es lohnt sich! Es winken jede Menge Karrierechancen! 

Bildcredit: contrastwerkstatt – https://stock.adobe.com