Für die Ausbildung umziehen – die besten Tipps, damit Du erfolgreich durchstartest


Für die Ausbildung umziehen


Herzlichen Glückwunsch zum Ausbildungsplatz!
Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt Deines Lebens. Und als wäre das nicht schon aufregend genug, findet diese Ausbildung auch noch fernab von Deinem gewohnten Umfeld statt. Ganz egal, ob Du nun fünf oder fünfhundert Kilometer von zu Hause entfernt bist, es werden einige Umstellungen auf Dich zukommen. Ob sich das alles überhaupt lohnt, was Du beim Umzug beachten musst und welche Hilfsleistungen Du in Anspruch nehmen kannst, erfährst Du hier!

Lohnt sich der Umzug in eine neue Stadt?

Umzug AzubisDie vertraute Heimat hinter sich zu lassen, ist nicht immer leicht, zumal viele Leute ihr Zuhause lieben und es nur ungern verlassen möchten. Beschränkst Du Dich bei deiner Suche nach einem Ausbildungsplatz allerdings nur auf Deine Heimatstadt und die Region, erschwerst Du Dir zum einen die Chance auf eine gute Stelle. Zum anderen können Dir tolle Möglichkeiten und neue Wege entgehen, wenn Du nicht bereit bist, über den Tellerrand zu schauen.

Für die Ausbildung wegzuziehen, kann hart sein, aber es ist auch ein wichtiger Schritt im Leben: Endlich auf eigenen Beinen stehen, selbst Geld verdienen und das lernen, was man später beruflich machen möchte. Mit einer deutschlandweiten Suche erhöhen sich Deine Chancen immens, die perfekte Ausbildungsstelle zu finden. Und hast Du das erst einmal geschafft, liegt das Schwierigste schon hinter dir. Jetzt geht es daran, alles für den Umzug vorzubereiten.

Alles für den Umzug vorbereiten

Du hast gerade deine Zusage für die Ausbildung bekommen, jetzt heißt es, nach einer neuen Bleibe zu suchen. Dabei musst Du Dich entscheiden, wo und wie Du leben möchtest. Willst Du eine eigene Wohnung, in der Du tun und lassen kannst, was Du willst, ohne dass die Eltern Dir ständig über die Schulter gucken? Eine eigene Wohnung bringt die absolute Freiheit mit sich, aber auch die meiste Verantwortung und die höchsten Kosten. Denn in einer eigenen Wohnung musst Du alle Kosten allein tragen und das kann sich, je nach Stadt, ganz schön summieren. Etwas günstiger kannst Du eine Wohnung unter Umständen bei Wohnungsvereinen bzw. Wohnungsgenossenschaften finden. Am besten informierst Du Dich hier schon im Vorfeld.

Eine Alternative zur eigenen Wohnung ist die Wohngemeinschaft. Vielleicht hast Du das Glück und Freunde von Dir ziehen für Ausbildung oder Studium in dieselbe Stadt, sodass ihr euch eine Wohnung teilen könnt. Oder Du kennst bereits Leute in der Stadt und kannst dort in eine WG einziehen. Vielleicht findest Du auch eine Anzeige für einen WG-Mitbewohner und damit direkt die perfekte Wohnung für Dich. WGs machen Spaß, Du musst nur einen Teil der Kosten tragen, lernst neue Leute kennen und hast sofort einen Ansprechpartner vor Ort. Natürlich kannst Du auch selbst eine WG gründen, aber Vorsicht: Bis Du einen Mitbewohner gefunden hast, musst Du die Kosten für die Wohnung allein tragen.

Eine andere Möglichkeit wäre ein Zimmer in einem Azubi-Wohnheim. Hierbei sind die Kosten am geringsten und die Möbel werden in der Regel gestellt. Allerdings musst Du Dich hier auch an die gegebenenfalls strengen Hausregeln halten und bei so vielen Menschen in einem Haus könnte Dir die nötige Ruhe zum Lernen fehlen.

Diese Kosten kommen bei einer eigenen Wohnung oder einer Wohngemeinschaft auf dich zu:

  • Kaltmiete plus Nebenkosten für Wasser und Heizung
  • Kaution für die Wohnung
  • Strom
  • Telefon, Internet, TV
  • GEZ-Gebühr
  • Lebensmittel, Haushaltsmittel
  • Versicherungen (Haftpflicht, Hausrat)
  • Gegebenenfalls Fahrtkosten zur Ausbildungsstelle
  • Rücklagen für Notfälle

Durch Tarifvergleiche kannst Du von Anfang an bei Strom, Telefon, Internet, Handy und Versicherungen sparen und Dir den günstigsten und für Dich besten Tarif aussuchen.

Tipp: Anfangs ist es sehr wahrscheinlich, dass Du Dich gehörig verrechnen wirst. Das ist nicht weiter schlimm. Du kannst den roten Zahlen am Monatsende entgehen, indem Du von Anfang an mehr Ausgaben einplanst, als Du zunächst für notwendig hältst. Gerade bei Lebensmitteln, Haushaltsgegenständen, Kleidung und für Unternehmungen ist es schwer, die monatlichen Kosten richtig einzuschätzen. Plane einfach für den Anfang mehr ein und korrigiere diesen Betrag, indem Du Deine Ausgaben regelmäßig am Monatsende prüfst.

Hilfe und Unterstützung für Miete und Umzug

Mieten variieren von Stadt zu Stadt und können ganz schön teuer werden. Wenn das Ausbildungsgehalt nicht für Deine Miete, die Neben- und Lebenserhaltungskosten reicht, hast Du andere Möglichkeiten, um über die Runden zu kommen:

  • Bei der Agentur für Arbeit kannst Du die Berufsausbildungsbeihilfe beantragen. Für den Umzug muss extra eine Umzugskostenbeihilfe beantragt werden. Geld gibt es ab dem Monat der Antragstellung.
  • BAföG können auch Azubis bekommen. Informiere Dich bei der zuständigen Stelle und reiche den Antrag ein, um unterstützt zu werden.
  • Bitte Deine Eltern, das Kindergeld, das sie für Dich bekommen, an Dich zu überweisen, um ein zusätzliches kleines Polster zu haben.

Im neuen Umfeld durchstarten

Geschafft! Du bist in Deinem neuen Zuhause angekommen, packst fleißig aus und morgen ist schon der erste Tag Deiner Ausbildung. Das kann ganz schön überwältigend sein. Gerade wenn Du Dich für eine eigene Wohnung entschieden hast und jetzt in einer Stadt bist, die Du nicht kennst, kann das Heimweh plötzlich sehr groß werden. Mach Spaziergänge, um Deine neue Umgebung besser kennenzulernen und neue Lieblingsecken zu entdecken. Melde Dich in einem Sportverein oder Fitnesscenter an, um fit zu bleiben und neue Leute zu treffen. Und lass Dir von Deinen neuen Kollegen Tipps geben, wo man am besten essen und trinken gehen kann. Oder ihr geht einfach zusammen hin. Denn am wichtigsten ist es, Spaß zu haben und Deine neue Freiheit zu genießen. Du stehst jetzt auf eigenen Beinen und das darfst Du ruhig feiern.