IT-Sicherheit: Darauf müssen Azubis achten


IT-Sicherheit in Ausbildungsunternehmen – eine nicht zu unterschätzende Schwachstelle. Tatsächlich kommt dreister Datendiebstahl immer häufiger vor, die Wirtschaft treffen diese Angriffe oftmals empfindlich. Damit nicht auch die Firma, bei der Du Deine Ausbildung machst, von Cyber-Kriminellen gehackt wird, solltest Du Dich an ein paar einfache Grundregeln halten. Welche das sind, erfährst Du hier.

Stell Dir vor, Du kommst morgens an Deinen Arbeitsplatz, willst den Rechner hochfahren und es passiert – nichts. Hacker haben Deinen Computer infiziert, und sich im schlimmsten Fall Zugriff auf sämtliche Kundendaten oder die Firmenkonten verschafft. Ein Horror-Szenario! Zumal es tatsächlich bereits ausreichen kann, wenn Du in einer Phishing-Mail auf einen Link geklickt oder beim Surfen mit dem Firmenrechner eine mit Malware infizierte Internetseite besucht hast.

Datendiebstahl am Arbeitsplatz vorbeugen

Als Azubi hast Du vielleicht schon zu Beginn Deiner Ausbildung Infos dazu bekommen, worauf Du bei der Nutzung der betriebseigenen Computer, Laptops und Smartphones achten solltest. Meist jedoch kommt das Thema Sicherheit beim digitalen Arbeiten zu kurz, obwohl sich gerade hier Einfallstore für Datenklau ergeben können. Daher ist es als verantwortungsvoller Azubi wichtig, sich über das Thema IT-Sicherheit zu informieren. Mit unseren Tipps schützt Du Dich und Deine Geräte vor unerwünschten „Mitlesern“.

Mit einfachen Maßnahmen IT-Sicherheit verbessern

Schon die Beachtung von ein paar einfachen Sicherheitsmaßnahmen reicht zumeist aus, um die Netzwerksicherheit deutlich zu verbessern. Das sind die Do’s für Azubis, die die Gefahr potentieller Cyber-Angriffe reduzieren wollen:

  • Bei E-Mails unbedingt genau hinsehen! Ist Dir der Absender bekannt – vor allem bei externen Kontakten? Bevor Du etwas anklickst oder weiterleitest, solltest Du Absender, Betreff und Anhänge prüfen. Die Versender von Phishing-Mails werden nämlich immer raffinierter und ahmen inzwischen „echte“ E-Mails zum Verwechseln ähnlich nach.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte für seine E-Mails möglichst immer eine Verschlüsselung verwenden, diese bietet Schutz, wenn doch einmal eine Nachricht abgefangen werden sollte. Fragt einfach mal den IT-Fachmann Eurer Ausbildungsbetriebes, ob dies möglich ist.
  • Gehe verantwortungsvoll mit Passwörtern um! Ändere vorgegebene Passwörter, wechsele diese regelmäßig und verwende für jedes Programm bzw.  jeden Zugang ein neues Passwort.
  • Schütze Geräte und Anwendungen stets mit Zugangsdaten (dies gilt auch für Cloud-Dienste!) und sperre Deinen Rechner, wenn Du Deinen den Arbeitsplatz verlässt – auch wenn es nur für ein paar Minuten ist. So kann sich keiner in das Computersystem hacken und Dateien ausspionieren.
  • Surfe am Arbeitsplatz so wenig wie möglich im Internet und konfiguriere Deinen Browser so, dass Pop-Ups unterdrückt werden.

Finger weg von privaten Datenträgern & Co.

Die größte Schwachstelle in Sachen IT-Sicherheit? Der Mensch! Deswegen solltest Du folgendes unbedingt vermeiden:

  • Klicke niemals auf eine angehängte exe-Datei, wenn Dir der Absender der E-Mail nicht bekannt ist.
  • Lass Deine Passwörter nicht offen herumliegen – notiere sie beispielsweise nicht auf Post-it’s, die Du dann auf Deinen Monitor klebst.
  • Entscheide Dich für ein sicheres Passwort – also nicht Dein Geburtsdatum, den Namen Deines Haustieres oder womöglich die Ziffern „1234“.
  • Nutze keine privaten Datenträger bzw. Datenträger unbekannter Herkunft an Deinem Arbeitsrechner – so kann Schadsoftware eingeschleppt werden.
  • Gib in den sozialen Netzwerken keine Informationen über Deinen Arbeitgeber preis! Vermeintliche Freundschaftsanfragen bei Facebook & Co. können nämlich auch sogenanntes „Social Engineering“ sein – dabei geht es nur darum, Zugriff auf Deine Konten zu bekommen und so Daten abzuschöpfen.

Wenn Du Dich an diese einfachen Grundregeln hältst, hast Du für die IT-Sicherheit am Arbeitsplatz bereits eine ganze Menge getan.

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