Erfolgreich Kontakte knüpfen in der Ausbildung


kontakte-pflegen-in-ausbildung

Das Abi in der Tasche und den ersten Fuß im neuen Leben – die Euphorie ist groß und Deine Motivation für den Start ins Berufsleben meistens ebenso. Der Beginn einer Ausbildung hängt nicht selten mit einem Wohnortwechsel zusammen, dessen Konsequenzen sich meistens erst zeigen, wenn Du vor Ort bist. Klar, lässt Du mit einem Umzug oft einen guten Freundeskreis zurück und ziehst in eine Stadt, die Du vielleicht noch gar nicht kennst. Doch anstatt der Unsicherheit in Deinen Gedanken Raum zu geben, gibt es viele schöne Möglichkeiten, das Neuland zu betreten und das neue Lebensgefühl zu genießen!

Connections in der Ausbildung – wie lernen Azubis die restlichen Kollegen kennen?

Durch Deine Ausbildungsstelle hast Du in der Regel automatisch Kontakt zu anderen Personen – nämlich während der Arbeitszeit. Gerade in der Einarbeitungszeit kannst Du zu Deinen Kollegen eine Beziehung aufbauen. Das funktioniert am besten, wenn Du Dir neben den ganzen neuen Arbeitsinhalten auch immer eine Kapazität für die zwischenmenschlichen Informationen freihältst, die bei jedem Gespräch mitschwingen. Bei vielen Menschen ist „aller Anfang schwer“, aber es gibt in fast jedem Kreis einen Gleichgesinnten, den es zu finden gilt.

  • Dafür eignen sich besonders Kaffeepausen oder -automaten, an denen man, auf den Kaffee wartend, ein paar Worte wechseln kann.
  • Deine Kollegen gehen gemeinsam Mittagessen? Schließe Dich auf jeden Fall an, lerne sie kennen bringe Dich aktiv ein. Nicht selten machst Du nämlich von vornherein einen eigenartigen Eindruck, wenn Du Dich bewusst von diesen sozialen Zusammentreffen fernhältst.
  • Auch der Weg zur Arbeit kann verbinden! Wenn Du einen Kollegen findest, der eine ähnliche Anfahrt hat, könnt ihr den Weg vielleicht teilen oder euch zeitlich absprechen.
  • Seminare, Workshops oder Weiterbildungen solltest Du, wenn möglich, stets wahrnehmen. Meistens sind diese mehrtägig, sodass Du die Chance hast, mit Berufskollegen auch außerhalb der vier Arbeitswände ins Gespräch zu kommen.
  • Für junge Menschen ist der einfachste Weg, an einen neuen Freundeskreis zu kommen, übrigens der Einzug in eine WG. Studenten sind in Städten bestens verknüpft, offenherzig und immer gespannt auf neue Leute. In einer WG kannst Du direkt ins soziale Leben einsteigen und an Partys, dem Pub-Crawl der Stadt oder beim Chillen im Park teilnehmen.

Kontakte pflegen außerhalb der Ausbildung und Arbeitszeit

Heimatverbundene neigen oft dazu, am Wochenende schnell den Heimweg anzutreten. Damit Du Dich in der neuen Umgebung wohlfühlst, kann es aber Wunder wirken, sich einmal dazu zu zwingen, das Wochenende dazubleiben.

  • Auf der einen Seite zeigt das den ortsansässigen Kollegen, dass Du Lust hast, Deine Zeit in der neuen Stadt zu verbringen.
  • Auf der anderen Seite hast Du am Wochenende außerdem die Möglichkeit, Dein Netzwerk außerhalb des Betriebes zu erweitern.

Dabei kannst Du Dich an drei Dingen orientieren: Sport, Hobbys und regionale Angebote integrieren Dich in das Netzwerk der Stadt. Wenn es eine Universität gibt, kannst Du Hochschulsport-Angebote nutzen, ins Fitness-Studio gehen oder Dich im Park Frisbee-Spielenden anschließen. Wenn Du konkrete Hobbys hast, findest Du über das Internet in nahezu jedem Ort Gruppen, Treffpunkte, Cafés oder Vereine, die sich auf neue Gesichter freuen.

Ein Geheimtipp: Besuche regelmäßig die gleichen Bars oder Cafés. Überall gibt es Stammgäste, die früher oder später auf Dich aufmerksam werden oder Du verknüpfst Dich mit den Barkeepern und Kellnern. Sie kommen meistens aus der Stadt und öffnen die Türen für weitere Bekanntschaften.

Wie funktioniert Networking? So überzeugst Du beim Kontakte knüpfen

Ausschlaggebend für erfolgreiches Networking ist im Endeffekt immer Deine Persönlichkeit. Da kannst Du Dir die Frage stellen: Wirke ich so, dass ich mich auch selbst cool finden würde? Die Grundregeln für ein positives Auftreten sind unter anderem Lächeln, dem Gegenüber in die Augen schauen, umsichtig und hilfsbereit sein, sich trauen, auch etwas Persönliches zu erzählen, Fragen stellen und die Initiative ergreifen oder sich einfach dazugesellen.

Neugierde und Interesse am Leben von anderen Menschen sind ein Eisbrecher. Lass Dir die Stadt in einer persönlichen Stadttour zeigen, lade die Kollegen auf ein Getränk ein oder fasziniere Dich für den Spleen Deiner neuen Mitmenschen. Auch beim Kennenlernen kannst Du Dir eine Strategie aufbauen. Wenn Du einen Überblick über Deinen neuen sozialen Kreis hast, weißt Du automatisch, in welche Leute Du gerne mehr Zeit investieren möchtest. Aber Achtung! Versuche Flurfunk und Lästereien zu vermeiden. Wenn Du gleich mit in solche Gespräche einsteigst, wirst Du unter Umständen auch selbst zum Thema.

Connections lohnen sich: Darum solltest du auf jeden Fall Kontakte in der Ausbildung knüpfen.

Nach der Ausbildung werden sich Kontakte dieser Art in vielen Fällen auszahlen. Kollegen, die schon eine Weile in der Berufswelt unterwegs sind, haben ihrerseits ein Netzwerk, das Dir im Berufsleben helfen kann, genauso wie sie von Deinem profitieren können. Wenn ehemalige Kollegen einige Jahre später in Führungspositionen sind oder das Unternehmen wechseln und Du immer noch guten Kontakt zu ihnen hältst, kann Dir das sogar einen Jobeinstieg oder -umstieg ermöglichen.

Mit der Ausbildung beginnst Du Dein berufliches Netzwerk aufzubauen. Geh daher mit Optimismus und Freude daran, aber nimm Dir die Zeit, solche Kontakte zu pflegen. „Vitamin B“, wie man es umgangssprachlich nennt, ist oft mehr wert als ein vollbepackter Lebenslauf.