Neues Jahr, neues Glück? Wie sinnvoll ein Betriebswechsel für Dich sein kann


Betriebswechsel für Azubis

2017 hat begonnen und wie immer um diese Zeit nehmen wir uns viele Vorsätze für das neue Jahr vor. Wir wollen sportlicher werden, mehr lernen, weniger trinken, mehr Zeit mit unserer Familie, dem Partner und den Freunden verbringen. Vielleicht betrifft einer Deiner Vorsätze auch Deine Ausbildung.

Ein Jahreswechsel bringt neuen Schwung ins Leben und lässt uns das alte Jahr überdenken. Was kann ich besser machen? Wo kann ich mich mehr einbringen? Diese und ähnliche Fragen könnten Deine Vorsätze begleiten. Eines ist sicher: Im neuen Jahr stehen Dir spannende neue Projekte und viel neues Wissen bevor. Am Ende dieses Jahres wirst Du um einige Erfahrungen reicher sein. Du wirst mehr gelernt und Deine Ausbildung vielleicht sogar abgeschlossen und in einem neuen Job angefangen haben.

Wenn es im letzten Jahr nicht so gut für Dich lief oder Du unzufrieden mit Deiner bisherigen Ausbildung bist, machst Du dir jetzt zum Jahreswechsel sicher Gedanken darüber. Bevor Du jedoch alle Brücken hinter Dir abreißt oder Deine Situation einfach hinnimmst, solltest Du Dir überlegen, welche Möglichkeiten Dir zur Verfügung stehen. Es muss nicht immer der Abbruch der Ausbildung sein, manchmal genügt schon der Wechsel zu einem anderen Betrieb, damit Du Dich wieder wohl und zu neuen Bestleistungen angespornt fühlst.

Kommt ein Betriebswechsel für Dich infrage?

Nicht jeder ist während seiner Ausbildung zufrieden mit dem, was er da lernt. Aber bevor Du dich über einen Betriebswechsel informierst, solltest Du zunächst herausfinden, ob Du gerade einfach nur in einem Tief feststeckst oder es tatsächlich schwerwiegende Probleme gibt, die einen Betriebs- oder Ausbildungswechsel sinnvoll machen. Ein Tief mit Motivationslosigkeit, allgemeiner Genervtheit und einem Keine-Lust-Gefühl ist normal und kommt während der besten Ausbildungen vor. Niemand kann zwei bis drei Jahre lang durchgängig glücklich sein, zumal Du Dich während dieser Zeit auch veränderst, neue Interessen entwickelst und alte vielleicht vergisst. Auch in Betrieben kann es vor allem in stressigen Phasen zu Missverständnissen und Reibereien zwischen den Kollegen oder zwischen Chef und Azubis kommen. Diese solltest Du konkret ansprechen und mit der betreffenden Person klären. Fühlst Du Dich jedoch über längere Zeit hinweg unwohl, unausgelastet, unterfordert, überfordert oder sogar bedroht, solltest Du einen Betriebswechsel in Betracht ziehen.

Wann ist ein Betriebswechsel sinnvoll?

Wenn eine oder mehrere der folgenden Situationen eintreten, ist es an der Zeit, Dich nach einem neuen Betrieb umzusehen:

  • Ständige Tätigkeiten, die nichts mit Deiner Ausbildung zu tun haben
  • Ausbleibende Gehaltsleistungen oder nur teilweise Gehalt
  • Sexuelle Belästigung oder Nötigung am Arbeitsplatz
  • Mobbing, Beschimpfungen, Beleidigungen, Diskriminierung
  • Verstöße gegen die Ausbildungspflicht, das Arbeitszeit- oder das Jugendarbeitsschutzgesetz
  • Ständige Überstunden, die weder finanziell noch in Urlaubstagen ausgezahlt werden
  • Wenn Deine körperliche, geistige oder psychische Gesundheit gefährdet ist
  • Wenn Deiner Ausbildungsstätte die Ausbildereignung entzogen wird

Wie kannst Du den Betrieb wechseln?

Während Deiner Probezeit sind sowohl die Kündigung als auch der Wechsel zu einer anderen Ausbildungsstätte kein Problem. Aber auch, wenn deine Probezeit bereits abgelaufen ist, kannst Du noch immer den Betrieb wechseln. Wichtig ist hierbei: Willst Du Deine Ausbildung abbrechen und eine neue beginnen, ist eine Kündigung nötig. Aber willst Du lediglich den Betrieb wechseln und Deine Ausbildung fortsetzen, brauchst Du einen Aufhebungsvertrag.

Ebenfalls wichtig ist es, sicherzugehen, dass Deine bisherigen Leistungen und die Zeit in Deiner alten Ausbildungsstätte und der Berufsschule trotz Wechsel anerkannt werden. Auch ein Arbeitszeugnis von Deinem bisherigen Ausbilder ist Pflicht.

Ein Betriebswechsel erfordert viel Mut, aber wenn Du Deine Entscheidung gefällt hast, solltest Du sie auch durchziehen. Am besten siehst Du Dich schon im Vorfeld nach einem neuen Betrieb um. Achte bei der Wahl besonders auf die Dinge, die Dich in Deinem alten Betrieb gestört und die zum Wechsel geführt haben. So vermeidest Du, später vor denselben Problemen zu stehen wie heute.

Hast Du den Platz in der neuen Ausbildungsstätte sicher, kannst du dem Betriebswechsel sehr viel gelassener entgegensehen und dich im neuen Jahr auf spannende, neue Aufgaben freuen.

Checkliste für Betriebswechsel von Azubis


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