Was sind Hard Skills und wofür brauchst Du sie in Deiner Ausbildung?


Hard Skills in der Ausbildung

Von Soft Skills hat sicher jeder schon einmal gehört, aber auch von Hard Skills? Was verbirgt sich hinter diesen Bezeichnungen und worin unterscheiden sie sich? Lassen sich Hard Skills erlernen? Und welchen Stellenwert nehmen sie in Deiner Ausbildung, bei Deiner Bewerbung oder im Vorstellungsgespräch ein?

Als Hard Skills werden jene Fähigkeiten und Eigenschaften bezeichnet, die erlernbar sind. Sie stellen Deine Fachkompetenz dar, die im Laufe Deines Lebens und mit mehr Berufserfahrung immer größer wird. Du erwirbst sie bereits in der Schule, zum Beispiel mit einem Computerkurs oder beim Erlernen einer neuen Sprache, die für Deinen späteren Beruf wichtig ist.

Klausuren und Zeugnisse geben demnach einen Überblick über den aktuellen Stand Deiner Fachkompetenz, deiner Hard Skills.

  • Während die Schule aber nur die Grundausbildung darstellt, werden Dir die wichtigsten Hard Skills während Deiner Ausbildung beigebracht.
  • In diesen zwei bis drei Jahren im Betrieb und/oder in der Berufsschule lernst Du alles, was Du für die Ausübung Deines Wunschberufs in einem späteren Unternehmen benötigst.
  • Deine Hard Skills setzen sich aus Deinen Kernkompetenzen aus Deiner Ausbildung und diversen Zusatzqualifikationen wie Weiterbildungen und Schulungen zusammen.
  • Diese Kompetenzen werden im Laufe Deines Lebens durch Deine Arbeitserfahrung und Deine beruflichen Erfolge

Hard Skills vs. Soft Skills – wo ist der Unterschied?

Während mit der Bezeichnung Hard Skills die erlernbaren Fähigkeiten gemeint sind, stehen Soft Skills für Schlüsselkompetenzen, für persönliche Eigenschaften, die jeder Mensch individuell mitbringt. Mitunter können Hard und Soft Skills aber auch durchaus fließend ineinander übergehen – so ist Teamfähigkeit beispielsweise zwar eine in erster Linie persönliche Eigenschaft, kann aber dennoch mit den passenden Übungen oder Lehrinhalten weiter ausgebaut werden.

Während sich Hard Skills erlernen lassen, gilt das nicht immer auch für Soft Skills, die für eine soziale Kompetenz und Charaktereigenschaften stehen, die jemanden für einen Beruf qualifizieren – oder disqualifizieren. Für Deine Berufsausbildung sind Hard Skills und Soft Skills gleichermaßen wichtig, darum solltest Du schon vor, aber auch während der Ausbildung darauf achten, deine vorhandenen Soft Skills zu verbessern sowie weitere Hard Skills dazuzulernen.

Beispiele für Hard Skills in Ausbildung und Beruf

  • Zu den Hard Skills zählen jegliche Fähigkeiten, die für Deinen späteren Beruf wichtig sind. So sollten Physiotherapeuten die Hard Skills Anatomie und diverse Methoden zur Schmerzbehandlung beherrschen.
  • Eine Bürokauffrau sollte dagegen über die Hard Skills Computerarbeit, insbesondere die Arbeit mit Office-Programmen, verfügen und im besten Fall Englisch sprechen können.
  • Organisationstalent und Verantwortungsbewusstsein – für beide Berufe wichtig – zählen hingegen zu den Soft Skills. Auch diese können, genau wie Hard Skills, trainiert werden. Allerdings muss eine gewisse Grundlage gegeben sein, während Du Hard Skills wie PC-Kenntnisse oder neue Sprachen ohne Vorwissen und Vorerfahrungen erlernen kannst.
  • Für den Beruf der Krankenschwester sind etwa Kompetenzen wie das Wissen um die Anatomie des menschlichen Körpers, die Wirkung von bestimmten Medikamenten, die Assistenz bei Operationen und vieles mehr wichtig. Als Soft Skills zählen hier soziale Fähigkeiten wie das Mitgefühl für die Patienten, Freundlichkeit, aber auch Belastbarkeit und eine gewisse professionelle Distanz, um diesen Beruf erfolgreich ausüben zu können.

 In der heutigen schnelllebigen Zeit sind sowohl Hard als auch Soft Skills für Deine berufliche Laufbahn wichtig, darum solltest Du stets darum bemüht sein, Dich weiterzubilden. Sie sind nicht nur während der regulären Arbeit wichtig, sondern auch schon im Vorfeld, also etwa bei der Bewerbung oder dem Vorstellungsgespräch. Das gilt natürlich nicht nur für eine Ausbildung, sondern genauso für ein Studium – dementsprechend macht es also Sinn, diese Fähigkeiten gezielt zu stärken.

Stehst Du noch vor Deiner Ausbildung, dann mache Praktika und belege Kurse zu Themen, die Dich interessieren und die für Deinen späteren Beruf  und Dein Unternehmen wichtig sind. So legst du die besten Grundsteine für die Entwicklung Deiner Hard Skills. Bist Du bereits in der Ausbildung, kannst Du Dich ebenfalls mit Kursen oder im Internet weiterbilden und das in der Schule oder im Betrieb erworbene Wissen noch vertiefen. Auf lange Sicht wird Dir das Vorteile im Berufsleben und in Deiner Karriere bringen.

 


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