Zeitumstellung: Was die Stunde Unterschied mit Dir macht!


Zeitumstellung

In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober ist es wieder so weit: Wir verabschieden uns offiziell von der Sommerzeit und stellen wieder auf Winterzeit um.  Um 3:00 Uhr drehen wir die Zeiger der Uhr um eine Stunde zurück. Klingt erstmal gut, denn dadurch verlängert sich die Nacht. Eine Stunde länger auf der Party bleiben, eine Stunde länger mit Freunden verbringen oder einfach nur eine Stunde länger schlafen. Gerade letzteres ist für die Menschen unter uns, die früh zur Arbeit müssen, eine echte Bereicherung. Warum wird die Uhr aber überhaupt umgestellt und was bedeutet die Zeitumstellung eigentlich für Deinen Biorhythmus?

Warum gibt es Sommer- und Winterzeit?

In Deutschland wurde die Zeitumstellung im Jahre 1980 eingeführt. Die Winterzeit ist eigentlich die ‚echte‘ Zeit, die Sommerzeit wurde angepasst. Der Grund dafür war recht simpel: Es ging darum, Energie zu sparen. In den 70er Jahren gab es weltweit eine große Ölkrise, aus welcher der Energiespargedanke entstand. Im Sommer wurde es so früh hell, ohne dass das Tageslicht genutzt wurde. Es war viel zu früh und alle schliefen. Indem die Uhr eine Stunde vorgestellt wurde, war es dadurch abends eine Stunde länger hell, durch diese extra Stunde Tageslicht wurde weniger Energie benötigt. Heute ist umstritten, ob das wirklich stimmt. Deshalb gibt es Diskussionen, die Zeitumstellung abzuschaffen. Die Sommer- und Winterzeit sind übrigens nicht gleich lang: Die Sommerzeit dauert 7 Monate, die Winterzeit nur 5.

Was hat die Zeitumstellung mit dem Biorhythmus zu tun?

Dein Körper richtet sich nach seiner eigenen inneren Uhr. Deine Körpertemperatur, Dein Blutdruck aber auch ein Dein Stoffwechsel werden von allen möglichen biologischen Prozessen geregelt. Wenn wir nachts eine Stunde mehr oder weniger haben, merkt unser Körper das eigentlich sofort. Das hat vor allem etwas mit den Hormonen zu tun, die Dein Körper ausschüttet. Wird es dunkel, stößt Dein Körper das Schlaf-Hormon Melatonin aus. Dies sorgt dafür, dass Deine Atemfrequenz und Dein Blutdruck gesenkt werden, Du wirst also müde. Tageslicht hingegen sorgt dafür, dass das Wachmacher Hormon Cortisol ausgeschüttet wird. Es bewirkt, dass Dein Körper wach und aktiv für den Tag wird. Mit der Zeitumstellung wird diese innere Uhr ganz schön durcheinander gebracht. Dein Körper ist nämlich dran gewöhnt, diese Hormone zu einer bestimmten Uhrzeit auszuschütten.

Winterzeit kann beim Frühaufstehen helfen

Als Azubi bist Du wahrscheinlich an einen bestimmten Tagesablauf gewöhnt. Du musst früh aufstehen und möchtest fit und ausgeschlafen für den Tag sein. Ist es morgens nun eine Stunde zeitiger hell, beginnt Dein Körper eher, Cortisol auszuschütten und Du wirst früher wach. Das kann durchaus positiv sein: Fällt es Dir normalerweise schwerer, aus dem Bett zu kommen, kann Dir das verfrühte Tageslicht helfen. Da die Winterzeit die ursprüngliche Zeit ist, ist es für Deinen Körper insgesamt einfacher, sich an diese Zeit anzupassen.

Tipps und Tricks für eine leichtere Zeitumstellung

  • Nicht vergessen die Uhr umzustellen! Die meisten Smartphones stellen die Uhr zwar automatisch um, aber Technologie kann Dich manchmal im Stich lassen, lieber nochmal checken!
  • Abends kein künstliches Licht mehr benutzen! Um Deinem Körper zu helfen, sich an die natürliche Zeit anzupassen, kann es helfen, nach dem Abendessen Smartphone, Fernseher oder Computer auszuschalten.
  • Hilf Deinem Körper, sich an bestimmte Schlafenszeiten zu gewöhnen. Auch wenn es Dir anfangs vielleicht schwer fällt, versuch mindestens eine Woche lang zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und wieder aufzustehen.
  • Sorg für die richtige Temperatur in Deinem Schlafzimmer, denn auch die kann Deinen Schlafrhythmus beeinflussen. Die optimale Schlafzimmertemperatur liegt bei ungefähr 17° C.

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